Bereschit  בראשית   

 Bereschit (1,1-6,8)

Der Ursprung des Bösen in der Natur und in der Ethik. Die Sünde des Adam und die des Kain.

„Am Anfang erschuf G“tt den Himmel und die Erde“.

Die sechs Schöpfungstage, der Schabbat, die Erschaffung des ersten Menschen und der Frau, ihre Verfehlung im Paradies, ihre Bestrafung –dies sind die Hauptthemen der ersten Kapitel des „Buches der Bücher“. Die Ermordung Hewels und die über seinen Bruder verhängte Strafmaßnahme bilden den Übergang zur Genealogie der Geschlechter, die von Adam zu Noach führt

Mizwot:

Zeugung (Fortpflanzung)

„Seid fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und macht sie euch untertan“ (1,28)

 

Noach (6,9- 11,32)

Der Ursprung des Bösen vom religiösen Standpunkt. Die Sünde des Geschlechtes der Zerstreuung.

Noach,  seine Frau , seine drei Söhne und deren Frauen überleben allein die schreckliche Katastrophe, die über die Menschheit hereingebrochen ist. Innerhalb von 40 Tagen einer gewaltigen Überschwemmung verschwindet jede Spur von Leben von der Erde. Noach und seine Familie verlassen, sobald sich die Wassermassen zurückgezogen haben, das Schiff und huldigen G“tt. Der Regenbogen wird das Symbol der Versöhnung G“ttes. Die Trunkenheit Noachs wird Gegenstand von Gespött vonseiten seines jüngsten Sohnes Cham. Fortsetzung der Genealogie, der Turm von Bawel, Geburt Awrahams.

 

Lech Lecha (12,1 –17,27)

Der Bund zwischen den Opferstücken und der Bund der Beschneidung. Das Wesen des Bundes überhaupt.

Awram verlaßt seine Heimat und geht auf das Land zu, das die glorreiche Entwicklung des von seinen Nachkommen gebildeten Volkes sehen wird. Doch eine Hungersnot in Kenaan zwingt ihn, vorübergehend Zuflucht in Ägypten zu suchen. Eine „Kriegslist“ bewahrt seine Frau vor der Begehrlichkeit des Pharao. Nach der Rückkehr ins Land entsteht ein Streit zwischen den Hirten Awrams und denjenigen seines Neffen Lot. Der letztere zieht es vor, sich von seinem Onkel zu trennen und wählt die reiche Gegend von Sedom, um dort seine Schafherden weiden zu lassen. In einem Krieg zwischen den Stadtkönigen läuft Lot Gefahr, in Gefangenschaft weggeführt zu werden, wird aber durch das prompte Eingreifen Awrams gerettet. In einer nächtlichen Vision kündigt G“tt  Awram eine zahlreiche Nachkommenschaft an. Ein feierlicher Bundesschluß besiegelt den Pakt zwischen G“tt und seinem ersten Diener. Da er keine reale Hoffnung mehr hat, seine Frau ein Kind gebären zu sehen, akzeptiert Awram deren Vorschlag und nimmt Hagar zur Nebenfrau, die ihm einen Sohn, Jischmael, schenkt. Die Beschneidung konkretisiert alsdann den schon früher angezeigten Bund mit G“tt, und Awram, nunmehr Awraham geworden, unterzieht sich diesem Akt im Alter von 99 Jahren. Wogegen sein Sohn, Jischmael, 13 Jahre alt ist, als auch er dieses Bundeszeichen empfängt.

Mizwot:

Die Beschneidung

„Beschnitten werde bei euch jegliches Männliche“ (17,10)

 

Wajera (18,1 –22,24)

Über das Wesen der Prüfung, Erklärungen zur Bindung Isaaks

G“ttliche Boten verkündigen Awraham und Sarah die Geburt eines Sohnes. Sarah, in dieser Hinsicht ungläubig, lacht über die Nachricht. Die Boten setzen ihren Weg fort und gehen in Richtung von Sodom, eine wegen der Frevel ihrer Bewohner zum Untergang verdammte Stadt. Awraham, der über den g“ttlichen Beschluß ins Bild gesetzt wird, tritt zugunsten der Stadt ein und erfleht die Gnade G“ttes zugunsten der gerechten Menschen, die sich dort befinden können. Der Dialog zwischen G“tt und Awraham zeitigt indessen keine Änderung im Schicksal der Stadt. Nur Lot und seine Familie werden durch die Boten gerettet werden. Die beiden Töchter Lots, die „sich ihrem Vater genähert hatten“ gebären zwei Söhne, Ammon und Moaw. Ein dem in Ägypten geschehenen analoger Zwischenfall ereignet sich, als Awraham gezwungen ist, im Süden des Landes Aufenthalt zu nehmen; Sarah entgeht knapp der Entehrung. Zur vorausgesagten Zeit schenkt Sarah einem Knaben, Isaak (Jizchak) das Leben, der anfangs zusammen mit Ismael (Jischmael), seinem Halbbruder erzogen wird. Sarah erwirkt die Wegschickung der Sklavin und ihres Sohnes. Ein Bündnis wird zwischen Awimlech, dem König des Landes, und Awraham geschlossen. Als Jizchak 37 Jahre alt ist, erhält Awraham den Befehl von G“tt, ihn auf dem Berg Moria als Opfer darzubringen. Awraham, der dem g“ttlichen Willen gehorsam ist, bereitet sich vor, seinen Sohn zu opfern. Im letzten Moment jedoch hält ein Engel seine schon ausgestreckte Hand auf .Ein Widder, der sich ganz in der Nähe vorfindet, mit seinen Hörnern im Dickicht verwickelt, wird alsdann von Awraham als Ganzopfer dargebracht.

 

Chaje Sara (23,1 –25,18)

Die Liebe zum Lande im Lebenslauf unserer Väter und ihr Verhältnis zu dessen Einwohnern.

Bemerkungen zu der Mission des Knechtes.

Sarah stirbt im Alter von 127 Jahren. Sie ist die erste, die in dem von Awraham erworbenen Familiengrab, der Höhle Machpela, begraben wird. Awraham, mit seinem Sohn Jizchak allein geblieben, wünscht diesen verheiratet zu sehen und beauftragt seinen treuen Diener, sich zu Betuel, seinem Neffen und Vater von Lawan und Riwka, zu begeben. Der Diener erfüllt seinen Auftrag und bringt die Tochter Betuels, welche Jizchaks Gattin wird. Auf diese Weise bezüglich des Schicksals seines Sohnes beruhigt, stirbt Awraham „reich an Jahren“ und „gesättigt“, d.h. zufriedengestellt im Alter von 175 Jahren. Jizchak und Jischmael bestatten ihn an der Seite von Sarah.

 

Toldot (25,19 –28,9)

Isaak segnet seine Söhne. „Der tragische Irrtum.“

Das junge Paar bleibt während zwanzig Jahren kinderlos, genauso wie die Ehe Awrahams während langer Jahre kinderlos geblieben war. Jizchak erreicht endlich, durch ein heißes Gebet die Erfüllung des sehnlichsten Wunsches des Paares. Zwillinge, die aber sehr ungleich sind, werden geboren: Esaw und Jakow. Bald unterscheiden sich die Charaktere der beiden, und ebenso bald setzt der Kampf ein. Die Episode des Verkaufs der Erstgeburt für ein Linsengericht geht um weniges der Trennung der Brüder nach der Heirat Esaws mit götzendienerischen Frauen voraus, sowie der berühmten Szene vom Segen Jizchaks und der von Jakow angewendeten Verstellung. Nachdem seine List entdeckt war, muß Jakow flüchten, um der Rache seines Bruders zu entgehen. Er schlägt die alte Straße nach Padan Aram ein, der Heimat seiner Mutter und Wohnort seines Onkels Lawan.

 

Wajeze (28,10 –32,3)

Die Namen der Kinder Jakobs. Ihre Herkunft und ihre Bedeutung.

Jakow sieht sich gezwungen, das Haus seiner Eltern zu verlassen, um der Wut seines Bruders zu entgehen. In einer nächtlichen Vision bekommt er von G“tt das Versprechen von Beistand und Segen. Im Land seines Onkels Lawan angekommen, ist er einverstanden, als Hirte zu dienen, und nach sieben Jahren harter Arbeit erlangt er die Hand Rachels, der jüngeren Tochter Lawans. Durch die Heimtücke Lawans wird aber Lea, die ältere Tochter, seine Frau. Jakow erlangt indessen, nach der für weitere 7 Jahre erneuerten Anstellung, das Einverständnis seines Schwiegervaters, auch Rachel zu heiraten. Lea schenkt ihm sechs Söhne und eine Tochter, Rachel bleibt vorerst unfruchtbar. Das Gebet Jakows verschafft ihr endlich einen Sohn: Josef. Zwei Mägde, Silpa und Bilha, die Jakows Nebenfrauen werden, schenken ihm jede zwei Söhne. Nachdem er ein gewisses Vermögen erworben hatte, verlangt Jakow von Lawan die Erlaubnis, Abschied zu nehmen: Angesichts dessen Weigerung entschließt er sich zwar, weitere sechs Jahre zu dienen, dann aber in Abwesenheit Lawans, mit seiner Familie heimzuziehen. Lawan verfolgt ihn: von G“tt aber gewarnt, verzichtet er, Vergeltung zu üben und trennt sich von Jakow und dessen Familie in Frieden.

 

 

Wajischlach (32,4 –36,43)

Über den Sinn der Erzählung von Jakobs Kampf mit dem Engel

Jakow macht sich bereit, seine elterliche Familie wiederzufinden und bereitet sich vor, den Besuch seines Bruders Esaw zu empfangen, dem er eine mit reichen Geschenken ausgestattete Abordnung entgegenschickt, um seinen Groll zu beschwichtigen, den er noch immer fürchtet. Sein nächtlicher Kampf mit einem g“ttlichen Wesen trägt ihm den Namen Jisrael ein. Zu seiner großen Überraschung bereitet ihm Esaw einen warmen Empfang, und die Erinnerung an die Vergangenheit scheint für immer ausgelöscht zu sein. Jakow nimmt die Einladung seines Bruders, in seiner Nachbarschaft einen Wohnsitz zu nehmen, nicht an und zieht es vor, die alten Weideplätze wieder aufzusuchen. Er läßt sich in Schechem nieder. Der Sohn des Fürsten von Schechem bittet um die Hand von Dina, Jakows Tochter, nachdem er sich an der Ehre des Mädchens vergriffen hatte. Schimon und Levi geben vor, seinen Vorschlag anzunehmen, stellen ihm aber die Bedingung, daß sich alle männlichen Einwohner der Stadt beschneiden lassen. Sie nutzen die Annahme dieser Forderung aus, um über die Männer von Schechem herzufallen, um so ihre geschändete Schwester zu rächen. Jakow mißbilligt die Handlungsweise seiner Söhne. In der Folge erreicht er Bet-El, wo bei der Geburt Binjamins Rachel stirbt. Von da führt er seine Herden zu den Ebenen des Südens. Jizchak stirbt und wird von seinen beiden Söhnen begraben. Die vollständige Genealogie der Nachkommen Esaws beschließt die Sidra.

Mizwot:

Das Verbot, die Spannader zu essen

„Daher essen die Kinder Israel nicht die Spannader, die Über der Pfanne der Hüfte liegt, bis auf den heutigen Tag“ (32,33)

 

Wajeschew (37,1 –40,23)

Die Gestalt der Tamar

Der junge Josef löst einen Konflikt mit seinen Brüdern aus, indem er ihnen von einem Traum Mitteilung macht, dem sie Andeutungen über die künftige Rolle als Oberhaupt von seiten ihres jüngeren Bruders entnehmen. Der Konflikt vertieft sich infolge einer zweiten Traumerzählung und führt schließlich zu einem Racheakt: während eines Besuches, den er ihnen auf Jakows Geheiß macht, werfen sie ihn in eine leere Zisterne und verkaufen ihn alsdann Kaufleuten, die ihn nach Ägypten bringen. Jakow, der Vater, völlig in Unkenntnis der tatsächlichen Ereignisse, glaubt, daß Josef Opfer eines Unfalls geworden ist. – Jehuda tritt in eine Verbindung mit seiner Schwiegertochter Tamar; ihr Sohn Perez wird der Vorfahre der künftigen Königsdynastie Davids. – Josef erleidet in Ägypten zahlreiche Widerwärtigkeiten, erhält aber schließlich einen Vertrauensposten im Haus Potifars, eines Ministers des Pharao. Er widersteht den Anträgen von Potifars Frau, die ihn aus Verdruß darüber anklagt, er habe sich an ihr vergangen, und ihn ins Gefängnis werfen läßt. Dort macht Josef Bekanntschaft mit zwei Dienern des Pharao, dem Hofbäcker und dem Mundschenk, die im gleichen Gefängnis eine Strafe absitzen. Josef deutet ihre Träume, die sie beide in der gleichen Nacht haben, und läßt sich vom Mundschenk, dem er eine baldige Befreiung voraussagt, versprechen, seinen Einfluß geltend zu machen, damit er seinerseits befreit würde. Der Mundschenk jedoch, sobald er freigelassen und wieder in seine alten Funktionen eingesetzt ist, vergißt das gegebene Versprechen und Josef bleibt im Gefängnis.

 

Miketz (41,1 –44,17)

Josef stellt seine Brüder auf die Probe

Auch Pharao hatte in einer Nacht einen Traum. Er verlangt, daß man ihm einen Weisen finde, um ihm diesen zu deuten, und erst in diesem Moment, zwei Jahre nach seiner Freilassung, erinnert sich der ungetreue Mundschenk des jungen Josef. Man läßt ihn kommen. Josef entledigt sich meisterhaft seiner Aufgabe und findet sich ebenso bald mit dem höchsten öffentlichen Amt bekleidet, um den Kampf gegen die schreckliche Hungersnot aufzunehmen und zu einem guten Ende zu führen, deren Vorzeichen er in den Träumen des Pharao erahnt hatte. Die Ereignisse überstürzen sich und nach sieben Jahren des Überflusses beginnt die Periode der Trockenheit. Dank den Vorsichtsmaßnahmen des Hebräers ist das Land jedoch mit so viel Vorräten versehen, daß es sogar die benachbarten Gegenden mit Lebensmitteln versorgen kann. So kommt es, daß Jakow seine Söhne nach Ägypten schickt, um Nahrung zu suchen. Die Brüder werden Josef, den sie nicht wiedererkennen, vorgeführt und einem Verhör unterworfen, und schließlich angeklagt, Spione zu sein. Er verlangt als Beweis ihrer Loyalität, daß sie ihm ihren jüngsten  Bruder, d.h. Benjamin, den Jakow bei sich behalten hat, beim nächsten Mal zuführen. Schimon muß inzwischen als Geisel dableiben. Die Brüder ziehen ihres Wegs, um nach Hause zu gelangen, aber eine List Josefs zwingt sie, umzukehren.

 

 

 

Wajigasch (44,18 –47,27)

Ein Abschnitt aus der Geschichte Ägyptens und sein Platz in der Thora

Gewaltsam zurückgebracht und vor Josef geführt, rechtfertigen die Brüder, vor allem Jehuda, ihre Reise nach Ägypten und ihre besondere Verantwortung in bezug auf Benjamin. Sie flehen Josef an, diesen nicht zurückzubehalten. Nun gibt sich Josef endlich seinen Brüdern zu erkennen. Er beruhigt sie auch sogleich, denn sie befürchten seine Rache, und er weist ihnen einen Wohnsitz in Goschen an. Jakow, der sich mit einiger Mühe von der Existenz Josefs und dessen Einladung überzeugen läßt, begibt sich, begleitet von seiner ganzen Familie, in einem mächtigen Zug zu seinem Sohn.

 

Wajechi (47,28 –50,26)

Der Segen Jakobs – Zweck und Bedeutung

Jakows Tod rückt näher. Siebzehn Jahre sind seit der Ankunft seiner Familie in Ägypten vorübergegangen. Jakow versammelt seine Söhne und seine Enkel an seinem Sterbebett und verpflichtet sie, seine sterblichen Überreste nicht auf fremdem Boden u lassen, sondern sie nach Kenaan zurückzubringen und in dem von Awraham erworbenen Familiengrab beizusetzen. Er segnet die zwei Söhne Josefs, Efraim und Menasche; dann wendet er sich zu den Brüdern, um ihnen visionäre Worte zu verkünden. Kaum ist die Segnung der zwölf Söhne beendet, als Jakow stirbt, und Josef führt mit einem großartigen Trauergeleit den Sarg des Vaters nach Kenaan. Im Alter von 110 Jahren verscheidet Josef, indem er seinen Brüdern die Verpflichtung auferlegt, seinen Sarg, sobald die Befreiung gekommen sein wird und die Stämme Ägypten verlassen werden, in das von G“tt verheißene Land mitzuführen.

 

 

Schemot

 

Schemot (1,1 –6,1)

Das Leben Mosches bis zu seiner Berufung zum Prophet

Das zweite Buch, Exodus, wird nicht mehr die Geschichte der von Awraham abstammenden Familie in Erscheinung treten lassen, sondern diejenige des Volkes, der in Ägypten gebildeten Einheit. Ein Regierungswechsel ruft Ausnahmemaßnahmen gegen die Juden hervor. Die gewaltsamste ist die der Ausrottung  der männlichen Kinder. Die beiden jüdischen Hebammen setzen dem grausamen ägyptischen Gesetz einen heroischen Widerstand entgegen. Amram, aus der Familie Levis, zeugt einen Sohn (Moses). Dieser, auf wunderbare Weise verschont, empfängt eine Prinzenerziehung am königlichen Hof infolge seiner Adoption durch die Erbprinzessin von Ägypten. Indessen nehmen die Leiden Israels immer mehr zu. Bösartige Plackereien und harte Sklavenarbeit sollen den Lebenswillen dieser Fremden brechen. Mosche ist Zeuge einer besonders gewalttätigen Szene und bringt einen Ägypter, einen Aufseher und Peiniger um. Da seine Tat ruchbar wird, flieht Mosche nach Midjan, wo er Hirte wird, und Zipora, die Tochter des dortigen Priesters Jitro, ehelicht. Hier in Midjan, am brennenden Dornbusch, empfängt Mosche den ersten Ruf G“ttes, der ihm befiehlt, sich nach Ägypten zu begeben, um zugunsten seiner unterdrückten Brüder einzugreifen. Mosche, von seinem Bruder Ahron begleitet, tritt vor dem Pharao auf, aber das Ergebnis ihrer ersten Intervention ist die Verstärkung der gegen die Juden ergriffenen Maßnahmen und eine Verdopplung des Eifers der Unterdrücker.

 

Wa´era (6,2 –9,35)

Die zehn Plagen – Wesen und Zweck

G“tt bestätigt das Versprechen der nahen Befreiung. Nach einer kurzen Erwähnung der Genealogie von Mosche und Ahron, berichtet der Text, daß G“tt ihnen befiehlt, sich unmittelbar zum Herrn von Ägypten zu begeben. Wunderzeichen, wie der Stab, der zur Schlange wird und das Wasser, das sich in Blut verwandeln wird, werden ihre Worte unterstreichen. Doch bleibt das erste Erscheinen der beiden Brüder  ohne Ergebnis und Pharao gibt dem Befehl, der an ihn ergeht, in keiner Weise statt. In diesem Moment beginnt die schreckliche Folge von Plagen, die über Ägypten niedergehen. Die Flüsse und Wasserläufe verwandeln sich in Blut. Die Frösche fallen über das Land her. Das Ungeziefer seinerseits vermehrt die Leiden der Menschen und Tiere, und die wilden Tiere gehen auf das Land los. Die Pest, die Geschwüre und der Hagel steigern immer mehr die Verzweiflung des ägyptischen Volkes, aber Pharao fährt fort zu widerstehen.

 

Bo (10,1 –13,16)

Pessach in Ägypten – Erklärungen über den Sinn des Gebotes

In einem beschleunigten Rhythmus stürzen die Heimsuchungen weiter über Ägypten herein. Die Heuschrecken vollenden, was der Hagel verschont hatte. Drei Tage Finsternis verdunkeln sodann die ägyptischen Provinzen und schließlich zeigt die Ankündigung des Sterbens der Erstgeborenen den Juden  das Nahen der Stunde der Befreiung an. Alle notwendigen Anweisungen werden gegeben, damit das Volk bereit sei; die Einführung des Pessachopfers vermehrt noch die Feierlichkeit des eintreffenden Ereignisses, und in der Nacht des 15. Nissan, um Mitternacht, sät der Engel des E-wigen in allen Häusern Ägyptens Tod und Entsetzen. In vollständiger Ordnung setzen sich die jüdischen Massen in Bewegung und verlassen bei einer Friedhofsstille das Land ihrer Leiden und  ziehen in Richtung Rotes Meer. Zwei Gebote verankern den Fortbestand des Pessachfestes einerseits, des Priestertums der jüdischen Erstgeborenen andererseits.

Mizwot:

Die Weihung des Neumondes

„Dieser Monat sei euch der Anfang der Monate; der erste sei er euch unter den Monaten des Jahres“ (12,2)

Die Vorbereitung des Pessachlamms

„Die ganze Gemeinde  Israel schlachte es (das Lamm) gegen Abend“ (12,6)

Die Teilnahme am Pessach Festmahl

„Das Fleisch sollen sie essen in dieser Nacht; gebraten am Feuer, mit ungesäuertem Brote und mit bitteren Kräutern sollen sie es essen“ (12,18)

„Ihr sollt aber nichts davon essen roh oder gekocht, gargemacht im Wasser“ (12,9)

Das Verbot, Speisereste vom Pessachlamm übrig zu lassen

„Auch sollt ihr nichts davon stehen lassen bis zum Morgen“ (12,10)

„Sie sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen“ (Num. 9, 12)

„Auch übernachte nicht von dem Fleische, das du schlachtest am Abend, zum ersten Tage bis an den Morgen“ (Deut. 16,4)

Wer vom Fleische des Pessachlamms nicht essen darf

„Kein Fremder (der nicht Israelit ist) soll davon essen“ (12,43)

„Fremder Beisaß und Mietling darf nicht davon essen“ (12,45)

„Ein Unbeschnittener darf nicht davon essen“ (12,48)

Das Verbot, die Knochen des Pessachlamms zu zerbrechen

„Du sollst keinen Knochen daran zerbrechen“ (12,46)

„Sie sollen keinen Knochen an ihm zerbrechen“ (Num. 9,12)

Wo soll das Pessachlamm gegessen werden

„Du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Hause tragen“ (12,46)

Das Verbot des Gesäuerten am Pessach

„Am ersten Tage müßt ihr allen Sauerteig aus euren Häusern weggeschafft haben“ (12,15)

„Am vierzehnten Tage des ersten Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen“ (12,18)

„Sieben Tage soll Sauerteig nicht gefunden werden in euren Häusern“ (12,19)

„Kein gesäuertes Brot darf gesehen werden“ (13,7)

Die Weihe des Erstgeborenen von Mensch und Tier

„Heilige mir alles Erstgeborene, was den Mutterleib erschließt“ (13,2)

Das Gebot, unseren Kindern die Geschichte des Auszugs zu erzählen

„Du sollst deinem Sohne an demselben Tag erzählen“ (13,8)

Die Auslösung der Erstgeborenen von Eseln

„Jeden Erstgeborenen vom Esel kaufe mit einem Lamm los, und wenn du ihn nicht auslösest, brich ihm das Genick“ (13,13)

 

 

Beschalach (13,17 –17,16)

Das Lied am Meer – Aufbau und literarische Form

Das Volk findet sich rasch dem Meer gegenüber und gleichzeitig von der ägyptischen Heeresmacht im Rücken bedroht, die Pharao zu seiner Verfolgung ausgesandt hat. Mosche macht sich zum Sprecher der Angstgefühle des Volkes bei G“tt. Die Reihen der Armee Pharaos werden von Verwirrung erfaßt, und unter dem Schutze einer dicken Wolke durchquert Israel das Rote Meer, das sich seinem Durchgang öffnet. In ihrer blinden Überstürzung nehmen die Kriegswagen und Reiter Pharaos den gleichen Weg durchs Meer, das sich aber plötzlich über ihnen wieder schließt, Menschen und Rosse in seinen Fluten verschlingend. Auf dem anderen Ufer erhebt sich der Triumphgesang des erretteten Volkes. Miriam stimmt ihrerseits an der Spitze der jüdischen Frauen eine Hymne der Freude an. Dem Volk mangelt es an Wasser, die Bitterwasserquellen werden auf g“ttlichen Befehl in Süßwasser verwandelt. Dem Volk mangelt es an Fleisch, und Wachteln gehen in großer Zahl rund um das Lager nieder. Dem Volk mangelt es alsdann an Brot, und das Manna fängt an, alle Morgen die Umgebung der Zelte zu bedecken. Indessen tritt der Schabbat als Institution mit ihrem umfassenden Aspekt alsbald in Erscheinung, indem das Manna an diesem Tag aussetzt. Ein Zwischenfall, erneut durch Wassermangel hervorgerufen, stellt Mosche in Gegensatz zum Volk. Amalek greift Israel unvermittelt an und wird in einer kurzen Schlacht besiegt. Der Befehl wird gegeben, das Andenken an Amalek zum Verschwinden von der Erde zu bringen.

 

Jitro (18,1 –20,23)

Die zehn Gebote – ihr Name, Aufbau und ihre Gliederung

Jitro, Priester von Midjan, Mosches Schwiegervater, sucht seinen Schwiegersohn auf und führt ihm seine Gattin und seine beiden Söhne wieder zu. Er bemerkt, daß Mosche von der großen Zahl von Gerichtsfällen und Schiedssprüchen überhäuft wird, und rät ihm, Hilfskräfte beizuziehen, ausgewählt aus den Reihen der dazu befähigten Männer, um ihn in seiner erdrückenden Aufgabe zu entlasten. – Im dritten Monat, an dessen erstem Tag, trifft Israel am Fuße des Berges Sinai ein. Nach drei Tagen intensivster Vorbereitungen erlebt das Volk die Offenbarung des G“tteswortes und hört die Verkündung der „Zehn Gebote“. Inmitten des Donners und der Blitze erschüttert die Stimme G“ttes die Tausende Israels, die Mosche bitten, ihr Vermittler zu sein, denn sie sind nicht mehr imstande, die Gewalt des g“ttlichen Wortes zu ertragen.

Mizwot:

Der Glaube an einen G“tt

„Ich bin der Herr, dein  G“tt, der dich geführt aus dem Lande Ägypten, aus der Knechtschaft. Du sollst keine fremden Götter haben neben mir“. (20: 2,3)

Das Verbot des Götzendienstes

„Du sollst dir kein Bild machen, kein Abbild des, was im Himmel droben und was auf Erden  unten…“ (20,4)

„Du sollst dich nicht niederwerfen vor ihnen und ihnen nicht dienen“ (20,5)

„Den Namen fremder Götter gedenket nicht“ (23,13)

„Wendet euch nicht den Götzen zu und gegossene Götter machet euch nicht“ (Lev. 19,4)

Das Verbot, Abbilder aus Silber oder Gold zu machen

„Götter von Silber und Gold sollt ihr euch nicht machen“ (20,23)

Das Verbot, den Namen G“ttes zum Falschen auszusprechen

„Du sollst nicht aussprechen den Namen des Herrn, deines G“ttes, zum Falschen“ (20,7)

„Ihr sollt nicht bei meinem Namen falsch schwören“ (Lev. 19,12)

Des Schabbats gedenken

„Gedenke des Schabbattages, ihn zu heiligen“ (20,8)

„Du sollst keinerlei Werk verrichten“ (20,10)

„Aber am siebenten Tag sollst du ruhen“ (23,12)

„Beobachte den Schabbattag, ihn zu heiligen“ (Deut. 5,12)

Das Verlassen des Wohnortes am Schabbat

„Keiner gehe von seiner Stelle am siebenten Tag“ (16,29)

 

Was wir den Eltern an Ehre schuldig sind

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebest in dem Lande, das der Herr, dein G“tt,  dir gibt (20,12)

„Jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater“ (Lev. 19,3)

Das Verbot, Mord zu begehen

„Du sollst nicht morden“ (20,13)

„Daß der Mörder nicht sterbe, bis er vor der Gemeinde gestanden zu Gericht“ (Num. 35,12)

„Auch dürft ihr nicht ein Sühngeld nehmen für die Person eines Mörders“ (Num. 35,31)

Das Verbot des Ehebruchs

„Du sollst nicht ehebrechen“ (20,13)

Das Verbot des Diebstahls

„Du sollst nicht stehlen“ (20,13)

„Wenn jemand einen Ochsen oder ein Lamm stiehlt, es schlachtet oder verkauft, soller fünf Rinder erstatten um den Ochsen und vier Schafe um das Lamm“ (21,37)

„Ihr sollt nicht stehlen“ (Lev. 19,11)

Falsches Zeugnis ablegen

„Du sollst nicht falsch zeugen wider deinen Nächsten“ (20,13)

„So sollt ihr an ihm tun, wie er getrachtet an seinem Bruder zu tun“ (Deut. 19,19)

Du sollst nicht gelüsten

„Du sollst nicht gelüsten“ (20,14)

„Du sollst nicht Gelüste tragen…“ (Deut. 5,18)

 

Mischpatim (21,1 – 24,18)

Die Bundesschließung beim Empfang der Thora

Unmittelbar nach der Verkündung der ersten konstituierenden Gesetze geht der Text zur Beschreibung der Prinzipien und Regeln über, die der Struktur der jüdischen Gesellschaft ihren charakteristischen  Aspekt verleihen werden. Der Wochenabschnitt enthält eine große Zahl von Verordnungen, die sich auf verschiedene soziale Stellungen (Knechte und Mägde), auf Schläge und Verletzungen, auf die zivile Haftpflicht, auf Diebstahl und Darlehen, auf das Zinsverbot usw. beziehen. Er endet mit der Erwähnung der drei Wallfahrtsfeste und der Ankündigung der Inschrift der Zehn Gebote auf steinernen Tafeln.

Mizwot:

Der Bau des Tempels

„Wenn du mir einen Altar von Steinen machst, so baue ihn nicht von behauenen, denn hast du dein Eisen darüber geschwungen, so hast du ihn entweiht“ (20,25)

Dem Altar soll man sich würdevoll nähern

„Du sollst nicht steigen auf Stufen zu meinem Altar, daß nicht darauf deine Blöße aufgedeckt werde“ (20,26)

Rücksichtnahme auf einen hebräischen Sklaven

„So du einen hebräischen Sklaven kaufst“ (21,2)

„Laß ihn nicht Sklavendienst leisten“ (Lev. 25,39)

„Denn meine Knechte sind sie…sie dürfen nicht verkauft werden wie man Sklaven verkauft“ (Lev. 25,42)

„Er soll nicht mit Härte über ihn herrschen vor deinen Augen“ (Lev. 25,53)

Die Rechte einer Ehefrau

„Er soll ihre Kost, ihre Kleidung und ihr Eherecht nicht verringern (21,10)

Die Todesstrafe

„Wer einen Menschen schlägt und er stirbt, soll mit dem Tode bestraft werden“ (21,12)

„Wenn jemand seinen Knecht…mit dem Stock schlägt, und er stirbt unter seiner Hand, so werde dies gerächt“ (21,20)

„Ein Mann, der ein Weib und ihre Mutter nimmt, im Feuer verbrenne man ihn und sie“ (Lev. 20,14)

„Wenn ein jungfräuliches Mädchen einem Manne verlobt ist, und es liegt ein Mann bei ihr…,so sollt ihr beide steinigen“ (Deut. 22:23,24)

Die Eltern verfluchen oder sie schlagen

„Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, soll getötet werden“ (21,15)

„Wer seinen Vater oder seine Mutter verflucht, soll getötet werden“ (21,17)

„Jedermann, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, soll sterben „ (Lev. 20,9)

Einem Mitmenschen eine Verletzung beibringen

„Wenn Männer streiten und einer den andern mit einem Steine oder mit der Faust schlägt…,so soll der Schläger ihm sein Versäumnis erstatten und ihn heilen lassen“ (21:18,19)

Ein durch Tiere verursachter Schaden

„Wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stößt, daß sie sterben, so soll der Ochse gesteinigt werden, sein Fleisch darf nicht gegessen werden…..“ (21,28)

Durch Fahrlässigkeit verursachter Schaden

„War es ein stößiger Ochse von jeher, und er tötet einen Mann oder eine Frau, so soll gesteinigt werden der Ochse, aber auch sein Herr hat den Tod verdient“ (21,29)

„Wenn jemand eine Grube öffnet…. und sie nicht zudeckt…. und fällt hinein ein Ochse oder Esel…“ (21,33)

„Wenn jemand abweiden läßt ein Feld oder einen Weinberg, indem er sein Vieh hinläßt…“ (22,4)

„Wenn ein Feuer ausbricht… und es wird verzehrt ein Garbenhaufen oder die Saat oder das Feld…“ (22,5)

Gesetze vom Ausleihen, Mieten und Hüten von Gütern

„Gibt jemand seinem Nächsten Geld oder Geräte in Verwahrung“ (22,6)

„Bei einer jeden Sache von Veruntreuung, sei es Ochs, Esel, Schaf, Kleid, bei irgend etwas Verlorenem, wo (der Eigentümer) sagt, daß es sein ist, komme die Sache der beiden vor die Richter; wenn die Richter ihn schuldig sprechen, bezahle er das Doppelte seinem Nächsten“ (22,8)

„Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder einen Ochsen in Verwahrung gibt und es stirbt…“ (22,9)

„Wenn jemand von seinem Nächsten irgend etwas borgt…“ (22,10)

Die Verführung einer Jungfrau

„Wenn jemand eine Jungfrau verführt, die noch nicht verlobt war, und er liegt ihr bei, so steuere er sie sich zur Frau aus“ (22,15)

Das Verbot der Zauberei

„Eine Zauberin sollst du nicht leben lassen“ (22,17)

Rücksicht auf Fremde, Witwen und Waisen

„Einen Fremden sollst du nicht kränken noch bedrücken, denn ihr wart Fremde in Ägypten“ (22,20)

„Ihr sollt keine Witwe und keine Waise bedrücken“ (22,21)

Den Bedürftigen Anleihen geben

„Wenn du Geld leihest an einen aus meinem Volke, dem Armen bei dir, drücke ihn nicht wie ein Schuldherr“ (22,24)

„Nach Verlauf dreier Jahre mußt du ausscheiden alle Zehnten deines Ertrages in diesem Jahre und es liegen lassen in deinen Städten“ (Deut 14,28)

„Den Fremden darfst du nicht drängen zur Bezahlung“ (Deut 15,3)

Das Verbot, jemanden zu verfluchen

„Den Richter sollst du nicht verfluchen und den Fürsten in deinem Volke nicht verwünschen“ (22,27)

„Lästere nicht einen Tauben“ (Lev 19,14)

Ordnungsgemäße Zahlung der Zehnten und anderer Abgaben

„Mit der Gabe von deinem Getreide und deinem Naß zögere nicht; die Erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir weihen“ (22,28)

Das Verbot, Fleisch eines zerrissenen Tieres  zu essen

„Fleisch eines auf dem Felde zerrissenen Tieres esset nicht, dem Hunde sollt ihr es vorwerfen“ (22,30)

Gerechtigkeit im Gerichtsverfahren

„Auch den Armen begünstige nicht in seinem Rechtsstreite“ (23,3)

„Beuge nicht das Recht eines Armen in seiner Rechtssache“ (23,6)

„Du sollst nicht Nachsicht haben mit dem Geringen und nicht ehren den Vornehmen“ (Lev 19,15)

„Du sollst ihn nicht schonen“ (Deut 19,13)

Den Unschuldigen vor Fehlurteilen schützen

„Den Unschuldigen und Gerechten bringe nicht um“ (23,7)

Bestechung

„Bestechung sollst du nicht annehmen“ (23,8)

Zinsen

„Wenn du Geld leihest an einen aus meinem Volke,… lege ihm nicht Zinsen auf“ (22,24)

„Dein Geld gib nicht um Zins und um Wucher …“ (Lev 25,37)

„Du sollst nicht nehmen von deinem Bruder Zins an Geld“ (Deut 23,20)

„Von dem Fremden darfst du Zinsen nehmen“ (23,21)

In der Rechtsprechung der Wahrheit nachgehen

„Verbreite kein falsches Gerücht“ (21,1)

„Ihr sollt euch vor keinem Manne fürchten…“ (Deut 1,17)

Nicht in den Fußtapfen der Bösewichte gehen

„Biete deine Hand nicht dem Bösewicht, ein Zeuge für Gewalttat zu sein“ (23,1)

„Väter sollen nicht für Kinder, und Kinder nicht für Väter hingerichtet werden“ (Deut 24,16)

Majoritätsentscheid

„Folge der Menge nicht im Bösen, und in einer Streitsache, wenn du deine Meinung sagst, hange der Menge nicht nach, das Recht zu beugen“ (23,2)

Einem Mitmenschen und seinem Lasttier behilflich sein

„Siehst du den Esel deines Feindes erliegen unter seiner Last,… hilf (mit) ihm erleichtern“ (23,5)

„Sieh nicht den Esel deines Bruders oder seinen Ochsen auf dem Wege liegen, und du wolltest dich ihm entziehen, sondern du sollst ihm aufrichten helfen“ (Deut 22,4)

Das Schabbatjahr (Schemitta): Die Felder brachliegen lassen

„Aber im siebenten Jahre lasse es (das Feld) brach“ (23,11)

„Das Land soll dem E-wigen zu Ehren eine Feier (Schabbat) halten“ (Lev 25,2)

„Du sollst dein Feld nicht besäen, deinen Weinberg nicht beschneiden“ (Lev 25,4)

6“Den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht ernten und die Trauben deiner unbeschnittenen Weinstöcke nicht lesen“ (Lev 25,5)

Das Darbringen der Erstlingsfrüchte

„Das vorzüglichste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus des E-wigen, deines G“ttes bringen“ (23,19)

„Du darfst nicht in deinen Städten essen den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und Öls, die Erstgeborenen deiner Rinder und deines Kleinviehs und alle deine Gelübde, die du gelobst und deine freiwilligen Gaben und die Hebe deiner Hand“ (Deut 12,17)

„Ich bekenne heute vor dem E-wigen, deinem G“tt, daß ich in das Land gekommen bin, das der E-wige unsern Vätern zugeschworen, uns zu geben“ (Deut 26,3)

Das Verbot, Milch und Fleisch durcheinander zu bringen

„Koche nicht ein Zicklein in der Milch seiner Mutter“ (23,19)

„Koche nicht ein Zicklein in der Milch seiner Mutter“ (34,26)

„Koche nicht ein Zicklein in der Milch seiner Mutter“ (Deut 14,21)

Das Verhältnis zu den Götzendienern

„Du sollst mit ihnen und ihren Göttern keinen Bund schließen“ (23,32)

„Sie sollen in deinem Lande nicht wohnen, daß sie dich nicht zur Sünde verleiten wider mich“ (23,33)

„Du sollst sie nicht begünstigen „ (Deut 7,2)

„Du sollst keine Seele am Leben lassen“ (Deut 20,16)

 

Teruma (25,1 –27,19)

Das Stiftzelt und das goldene Kalb. Der Zusammenhang zwischen den Cherubim und dem goldenen Kalb

Die große Begegnung Israels mit G“tt anläßlich der Offenbarung am Sinai vermittelte dem Volk die genaue Kenntnis der Aufgaben, welche G“tt ihm zuweist: eine Nation von Priestern zu werden und ein heiliges Volk. In seinem gesellschaftlichen wie in seinem individuellen Leben ist Israel aufgerufen, den g“ttlichen Plan zu verwirklichen, wie er aus den Verlautbarungen hervorgeht, die Mosche während seines Aufenthaltes in unmittelbarer Nähe der g“ttlichen Majestät empfangen hat. Von nun an muß die Gegenwart des Erschaffers der Nation alle jüdischen Aktivitäten leiten, und die Errichtung des Stiftzeltes, von der die vorliegende Sidra uns unterhält, ist dafür das lebendige und beredte Symbol. Mittels freiwilliger individueller Beträge bringen die Führer des Volkes alles Material zusammen, das notwendig ist, um das Heiligtum zu errichten, das zeugen soll für die ständige Koordination der menschlichen Möglichkeiten und der g“ttlichen Weisungen. Die für das Innere des Heiligtums bestimmten Gegenstände sind der Altar aus reinem Gold, der siebenarmige Leuchter, der Tisch aus Schittimholz und vor allem die heilige Lade, einfache Truhe aus Holz, die in dem reservierten Teil des Heiligtums, Allerheiligstes genannt, aufgestellt werden sollte.

Das Stiftzelt selbst sollte aus Balken von kostbarem Holz erbaut werden, auf Füßen von massivem Silber ruhend, und es sollte überdeckt werden mit mehrfarbigen Teppichen, die miteinander durch goldene Spangen verbunden wurden. Der Vorhof des Heiligtums wurde mittels hölzerner Pfeiler, die auf kupfernen Sockeln ruhten, gebildet und umgeben von Vorhängen, die mit Hilfe von Stangen und Haken an den Pfeilern aufgehängt wurden, was alles eine Umfassung von ungefähr achtzig auf dreißig Metern ergab und den Mittelpunkt des Lagers bildete, von wo aus strahlenförmig die harmonisch angeordneten Lagerplätze der zwölf Stämme Israels zu erreichen waren.

Mizwot:

Der Bau des Heiligtums (Stiftshütte)

„Sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich in Ihrer Mitte wohne“ (25,8)

Die Schaubrote im Heiligtum

„Auf den Tisch sollst du mir ständig Schaubrote legen“ (25,30)

 

Tezawe (27,20 –30,10)

Sinn und Bedeutung der Errichtung des Stiftzeltes

Nachdem die Anweisungen für den Bau des Heiligtums gegeben worden waren, fährt die Thora fort, indem sie eine genaue Beschreibung der Schmuckstücke und Kleider derjenigen gibt, die es leiten und ständig in seinem Dienst sein werden. Unter diesen nimmt der Hohepriester eine besondere Stellung ein. Seine Kleider verkünden seine herausragende Bedeutung und seine ganz außergewöhnliche Rolle. Aus der Reihe seiner Brüder erwählt wegen seiner Qualitäten an Weisheit, Frömmigkeit, Schönheit und Unabhängigkeit, personifiziert der Hohepriester nicht etwa die sichtbar gemachte g“ttliche Majestät, sondern die Würde und die glühende Hingabe des Volkes, dessen Vertreter er ist. Seine priesterlichen Gewänder sind acht an der Zahl, nämlich: das Brustschild, eine Art Platte mit eingelegter Arbeit, die mittels Kordeln auf der Brust gehalten wurde, dann das „Efod“ in der Form eines vorn geschlossenen Überwurfs, das Oberkleid, das Unterkleid, die Hose, der Turban, der Gürtel und das Stirnband. Von diesen acht Kleidungsstücken werden vier auch von seinen Amtsbrüdern, den Priestern getragen : die Hose, das Oberkleid, der Turban und der Gürtel. Keiner von ihnen trägt Schuhe oder Pantoffeln. Nackten Fußes hat der Priester seinen Dienst zu versehen (was nach dem Talmud oft unangenehme Folgen hervorrief und besondere Pflege notwendig machte). Besondere Zeremonien werden für die Amtseinsetzung der Priester vorgeschrieben. Schließlich gibt uns der Text die Beschreibung des letzten Gegenstandes, der im Innern des Heiligtums zu finden ist: der goldene Altar, dazu bestimmt, das heilige Räucherwerk zu empfangen, höchste Ehrerbietung der Nation, vorbehalten nur für besondere Gelegenheiten.

Mizwot:

Das Entzünden der Menora im Heiligtum

„Aharon und seine Söhne sollen es (das Licht) zurechtmachen“ (27,21)

Die priesterlichen Gewänder

„Verfertige heilige Kleider für Aharon, deinen Bruder“ (28,2)

„Sie sollen den Brustschild… an die Ringe des Efod schnüren…, daß der Brustschild nicht von dem Efod weiche“ (28,28)

„Die Öffnung für den Kopf sei in seiner Mitte, eine Borte sei an seiner Öffnung ringsum… damit es nicht reiße“ (28,32)

Die Priester und die Darbringung der Opfer

„Sie sollen dieselben essen, durch welche sie versöhnt wurden“ (29,33)

„Du darfst nicht in deinen Toren (in allen Städten) essen, den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Öles, die Erstgeborenen deines Rindviehes und deiner Schafe“ Deut. 12,17)

„Und all dein Gelübde, die du gelobst, und deine freiwilligen Gaben und deine Hebe“ (Deut. 12,17)

Die Verbrennung von Räucherwerk im Tempel

„Auf demselben soll Aharon Räucherwerk von Spezereien räuchern; jeden Morgen, wenn er die Lampen vorbereitet, soll er es räuchern»“(30,7)

“Ihr sollt kein unheiliges Räucherwerk, auch kein Ganzopfer und kein Mehlopfer darbringen, und kein Gußopfer darauf gießen“ (30,9)

„Das Räucherwerk, welches du machen wirst,… soll dir ein Heiligtum sein, dem E- wigen zu Ehren“ (30,37)

 

Ki Tissa (30,11 – 34,35)

Mosche betet um Vergebung (der Sünde des goldenen Kalbes)

Durch die Einführung der Abgabe des Halben Schekel durch jeden über 20 Jahre alten Mann setzt der Wochenabschnitt die Beschreibung der Errichtung des Stiftzeltes und der Priesterkleidung fort und vervollständigt die sich darauf beziehenden Anordnungen. In der Tat ist diese Steuer teilweise dazu bestimmt, dem Heiligtum zu ermöglichen, die für Reparaturen und die Erhaltung der geweihten Gegenstände notwendig werdenden Ausgaben zu bestreiten, ebenso wie diejenigen für die allgemeinen Opfer. Gleichzeitig dient der halbe Schekel dazu, die Zählung der volljährigen Männer durchzuführen. –Die Gesamtheit der vorher beschriebenen heiligen Gegenstände wird eine höchste Weihe durch die Salbung mit Hilfe des geweihten Öls erfahren. Die genaue Zusammensetzung des Weihrauchs, die Beschreibung des großen kupfernen Beckens, das zur Heiligung der Priester vor ihrem jeweiligen Dienst dienen wird, und schließlich die Bezeichnung der Spezialisten, die dazu berufen waren, die Ausführung dieser Arbeiten zu leiten und zu überwachen, beenden den dem Heiligtum gewidmeten Teil der Sidra.

Nach einer kurzen Erinnerung an das Schabbatgebot, berichtet uns der Text die Übergabe der Gesetzestafeln (steinerne von G“ttes Hand beschriebene Tafeln) an Mosche, der sie in der heiligen Lade niederlegen soll, auf daß sie damit ihren Platz im Allerheiligsten erhalten.

Alsdann folgt der mit besonderer Klarheit abgefaßte Bericht der Episode des Goldenen Kalbes: Israel, das wegen des Ausbleibens Mosches verzweifelt ist, verlangt von Ahron, ihm ein Bildnis „den G“tt, der dich aus Ägypten herausgeführt hat“ darstellend zu errichten. Ahron wehrt sich vergeblich, die Wut des aufgebrachten Volkes reißt ihn mit und die schauerliche Orgie um diese Statue herum vollendet das packende Bild dieses ersten und schwerwiegenden nationalen Vergehens. Die Reaktion G“ttes folgt unmittelbar darauf. Mosche erhält den Befehl hinunterzusteigen, um Gerechtigkeit walten zu lassen, grausam aber unerläßlich, damit nur die Elite des Volkes, die nicht am Götzenkult teilgenommen hat, Träger des Gesetzes werde. Mosche versucht, bei G“tt zu intervenieren, steigt aber, ohne das Ergebnis seiner Fürsprache abzuwarten vom Berg hinunter und, wie er das Volk entfesselt um das Goldene Kalb tanzen sieht, schmettert er, mit seinen Händen, das kostbare Geschenk zu Boden und zerbricht die Tafeln am Fuß des Berges. Unmittelbar danach beginnt die Bestrafung der Schuldigen, und dreitausend Mann, die Rädelsführer, erleiden den Tod von der Hand der Leviten.

Indessen geht Mosches Einsatz weiter, und in einer wunderbaren Anwandlung von Liebe für diese zwar schuldigen, aber schwachen Menschen fleht er G“tt an und ist nicht willens, selbst der Vater eines treueren und gehorsameren Volkes zu werden. Ein geradezu epischer Kampf entspinnt sich zwischen Mensch und G“tt, und einmal mehr gibt die g“ttliche scheinbare Unbeugsamkeit angesichts des Mutes des Führers dieses Volkes nach, und nach einer kurzen Vision der g“ttlichen Majestät erhält Mosche von G“tt das Versprechen des Aufschubs einer selbst verdienten Ausrottung. Ein zweites Paar der steinernen Tafeln, ausgehauen nach dem Vorbild der ersten, verkörpert den neuen Bund und den bewahrten Frieden. Eine äußerst strenge Ermahnung zur Treue und Ehrfurcht vor G“tt bildet die Einleitung zu einer Reihe von Gesetzen, von denen die bedeutsamsten sind: die Weihung der Erstgeborenen, Mensch oder Tier, die drei Wallfahrtsfeste und insbesondere das Pessachopfer.Von neuem verweilt Mosche vierzig Tage und vierzig Nächte bei G“tt. Und wie verschieden ist doch der Empfang durch das Volk, ganz erfüllt von Respekt und Stille, als Mosche, das zweite Mal, vom Berg hinuntersteigt, die neuen Tafeln in der Hand und das Gesicht strahlend vom Widerschein der g“ttlichen Erhabenheit und Schönheit. Mosche ahnt diese wundersame Verwandlung nicht. Als er ihrer endlich gewahr wird, verhüllt er demütig und bescheiden seine Stirn, als wahrer Diener, als Mann G“ttes.

Mizwot:

Die Hälfte eines Schekels zur Hebe des E-wigen

„Dies sollen sie geben, jeder, der durch die Gemusterten geht, einen halben Schekel… die Hebe dem E-wigen zu Ehren“ (30,13)

Das Waschen von Händen und Füßen der Priester

„Aus dem Becken sollen Aharon und seine Söhne ihre Hände und Füße waschen“ (30,19)

Die Vorbereitung des Salböls

„Daraus mache Öl zu heiliger Salbung“ (30,25)

„Auf das Fleisch eines Laien soll es nicht gegossen werden“ (30,32)

„Auf gleiche Weise sollt ihr keines nachmachen; es ist ein Heiligtum und soll euch ein Heiligtum bleiben“ (30,32)

„Wer ein solches mischt oder wer davon an einen Laien bringt, der soll ausgerottet werden aus seinem Volke“ (30,33)

Das Verbot, mit Heiden gesellschaftlichen Kontakt zu haben

„Hüte dich, daß du keinen Bund schließest mit dem Bewohner des Landes“ (34,12)

 

Wajakhel – Pekude ( 35,1 – 40,38)

Der Schabbat und das Stiftzelt – Die Schöpfung der Welt und der Bau des Heiligtums. Warum es beim Bau des Stiftzeltes so viele Wiederholungen gibt

Einmal mehr wird die Heiligkeit des Schabbat dem Volk in Erinnerung gerufen, diesmal mit der besonderen Unterstreichung des Verbots, Feuer anzuzünden und eine absolute Ruhe während des ganzen Schabbattages zu beobachten. Israel wird aufgerufen, an der Verwirklichung des großen Werkes, der Errichtung des Heiligtums, teilzunehmen. Freiwillig und Spezialisten, Kunsthandwerker und Arbeiter treten vor, um ihre Mitarbeit am heiligen Werk anzubieten. Zwei Hauptverantwortliche, Bezalel und Oholiaw, sollen die Leistungen des Volkes in geordnete Bahnen lenken und koordinieren. G“tt wird ihnen Weisheit und Sachverständigkeit inspirieren, die unerläßlich sind, um diese Aufgabe zu einem guten Ende zu führen. Alsbald erfolgt der Bericht über die Errichtung des Stiftzeltes, der alle in den vorangegangenen Texten schon erwähnten Einzelheiten nochmals bringt und in gewissenhaften Abrechnungen die Totalbeträge in Gold, Silber, Kupfer und den verwendeten Materialien aufführt. Nach der Errichtung des Stiftzeltes wird das Ganze Mosche vorgewiesen, der nach einer raschen Prüfung feststellt, daß das vollendete Werk ganz und gar den von G“tt gegebenen Befehlen entspricht: und so segnet er das Volk. Am ersten Tag des ersten Monats wird das Heilige Zelt eingeweiht. Die Söhne Aharons werden alsbald zu ihrem priesterlichen Dienst gerufen, und die Herrlichkeit G“ttes in Gestalt einer dichten Wolke bedeckt fortan das Stiftzelt. Von nun an wird dieses heilige Zelt alle Ortswechsel des Volkes während der langen Zeit seiner Wanderungen begleiten, und G“tt wird dergestalt der eigentliche Lenker dieses Volkes, das ihm für immer geweiht ist. Das Zweite Buch Moses endet mit dem Bild des Friedens und der Ruhe eines organisierten Israels, das um den geistigen Mittelpunkt seines gesellschaftlichen Lebens herum gruppiert ist.

Mizwot:

Das Verbot, am Schabbat Feuer anzuzünden

„Ihr sollt in allen euren Wohnsitzen am Ruhetage kein Feuer anzünden“ (35,3)

 

Wajikra

 

Wajikra (1,1 – 5,26)

Die Einstellung der verschiedenen Generationen zum Problem der Opfer

Nachdem das Stiftzelt vollendet ist und die Priester zu ihren Funktionen aufgerufen sind, beginnt der Text die Aufzählung der Opfer, der Ganzopfer und Opfergaben, die Israel auf dem Altar G“ttes darbringen wird. Von Anfang an erkennen wir einen Unterschied zwischen dem Opfer, das ganz dargebracht wird und demjenigen, das zwischen Altar und Mensch geteilt wird. Das ewige Feuer, das nie erlöschen soll, wird auf der Höhe des Altars brennen. Keinerlei Einschränkung soll bestehen, um auch dem Geringsten in Israel zu erlauben, seinem Schöpfer ein Zeichen der Ehrerbietung darzubringen. Folglich kann die Opfergabe ein Tier, ein Vogelpaar oder sogar eine bescheidene Handvoll Weißmehl sein. Das Opfer kann motiviert sein – sei es durch den Wunsch, Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, sei es als Sühne oder ganz einfach als „Friedensopfer“, Symbol der Harmonie zwischen Mensch und G“tt.

Die Opferungsart variiert entsprechend der Art des Opfers. Es ist aber immer das Feuer, das schließlich einen Teil oder sogar das Ganze des Opfers verzehrt. Verschiedene Fälle von Pflichtopfern unterscheiden sich vom freiwilligen Opfer, das immer die vollkommenste Konkretisierung der Unterwerfung der Juden unter seinen Herrn und Schöpfer darstellt

Mizwot:

Die Ganzopfer

„Wenn sein Ganzopfer vom Rindvieh ist“ (1,3)

Speiseopfer

„Wenn eine Person ein Speiseopfer dem E-wigen zu Ehren darbringt“ (2,1)

„Wenn sein Vermögen auch zu zwei Turteltauben nicht hinreicht, so bringe er Kernmehl zum Sündopfer dar… er gieße kein Öl darauf… (5,11)

Das Verbot, Gesäuertes und Honig auf den Altar zu bringen

„Alles Speiseopfer soll nicht gesäuert hergestellt werden, denn nichts vom Sauerteig und nichts vom Honig dürft ihr als Feueropfer dem E-wigen zu Ehren in Rauch aufgehen lassen“ (2,11)

Das Salzen der Opfer

„Laß nicht fehlen das Salz des Bundes deines G“ttes bei deinen Speiseopfern, du sollst auf allen deinen Opfern Salz darbringen“ (2,13)

Wenn das Sanhedrin sich irrt

„Wenn die ganze Gemeinde Israels sich vergeht“ (4,13)

Sündopfer für unbeabsichtigte Vergehen

„Wenn eine Person aus dem Volke aus Versehen sündigt“ ( 4,27)

Die Pflicht, Zeugnis abzulegen

„Wenn sich jemand versündigt, indem er die Stimme einer Vereidigung vernimmt und Zeuge ist, da er gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht aussagt, so trägt er seine Schuld“ ( 5,1)

„Dann sollst du genau untersuchen und nachforschen und fragen“ (Deut. 13,15)

Opfer für eine zweifelhafte und eine zweifellose Schuld

„Wenn jemand sündigt…und er hat nicht gewußt, daß er sich verschuldet, und trägt seine Schuld“ (5,17)

„Und sein Schuldopfer soll er dem E-wigen zu Ehren bringen“ (5,25)

„Dies ist die Lehre für das Schuldopfer“ (7,1)

 

Zaw (6,1 – 8,36)

Opferdienst und Moral. Das Heiligtum und das Recht

Die Sidra bringt am Anfang ergänzende Vorschriften für das Ganzopfer, die Gaben und die Dankopfer. Die Thora schreibt sodann vor, das Feuer, das auf dem Altar brennt, nicht verlöschen zu lassen. Die Weihe Aharons und seiner Söhne zu Priestern und die erste Darbringung von Opfern durch die Priester beenden die Sidra.

Mizwot:

Das Fortschaffen der Asche

„Der Priester… nehme die Asche hinweg, zu welcher das Feuer des Ganzopfers auf dem Altare verzehrt“ (6,3)

Das Feuer auf dem Altar

„Ein ständiges Feuer werde in Brand gehalten auf dem Altar; es erlösche niemals“ ( 6,6)

Speiseopfer

„Was davon übrig bleibt, sollen Aharon und seine Söhne essen“ ( 6,9)

„Es soll nicht gesäuert gebacken werden“ (6,10)

„Jedes Speiseopfer eines Priesters soll völlig geopfert und nicht gegessen werden“ (6,16)

Minchat Pittim ( Chawittin) – das Opfer des Hohepriesters

„Das ist das Opfer Aharons und seiner Söhne, das sie dem Herrn darbringen an dem Tage, wo er gesalbt wird“ (6,13)

Die Sündopfer

Dieses ist die Lehre des Sündopfers“ (6,18)

„Jedes Sündopfer, von dessen Blut in das Stiftzelt gebracht wird, um in dem Heiligtum zu sühnen, soll nicht gegessen, sondern im Feuer verbrannt werden“ (6,23)

„(Wenn das Sündopfer aus Tauben besteht, dann bringe er sie dem Priester) und dieser knicke ihren Kopf (hinten) gegen das Genick ein, sondere ihn aber nicht ab…“ (5,8)

Die Friedensopfer

„Folgendes ist die Lehre für das Friedensopfer“ (7,11)

„Man soll nichts davon bis zum Morgen liegen lassen“ (7,15)

Opfer, die wegen Mißachtung der Vorschriften für ungültig erklärt werden mußten

„Hat aber von dem Fleische seines Friedensopfers auch am dritten Tage gegessen werden sollen, so wird es nicht gnädig aufgenommen; der es dargebracht, dem wird es nicht angerechnet; ein Greuel ist es…“ (7,18)

„Du sollst kein Greuel (Ekelhaftes ) essen“ (Deut. 14,3)

Opfer, die ungültig geworden sind, weil sie mit etwas Unreinem in Berührung gekommen waren

„Was von dem Fleische des Opfers übrig bleibt am dritten Tage, soll verbrannt werden“ (7,17)

„Das Fleisch, welches etwas Unreines berührt, soll nicht gegessen, sondern im Feuer verbrannt werden“ (7,19)

„Eine Frau, die ein männliches Kind gebiert, soll sieben Tage unrein sein… und 33 Tage bleibe sie im Blute der Reinigung. Nichts Heiliges darf sie berühren und nicht in das Heiligtum kommen, bis die Tage ihrer Reinigung vorüber sind“ (12,4)

Das Verbot, Fett (Chelew) zu genießen

„Alles Fett eines Ochsen, eines Lammes oder einer Ziege sollt ihr nicht essen“ (7,2)

Das Verbot, Blut zu genießen

„Keinerlei Blut sollt ihr essen“ (7,26)

 

Schemini (9,1 – 11,47)

Was war das Vergehen der Söhne Aharons- Nadaw und Awihu?

Am achten Tag nach der Einweihung des Heiligtums werden Aharon und seine Söhne feierlich in ihre neue Funktion als Priester eingesetzt. Feierliche Opfer begleiten die Zeremonie. Aharon segnet das Volk. Feuer entspringt dem Himmel und verzehrt das dargebrachte Ganzopfer. Ein tragischer Zwischenfall, hervorgerufen durch einen Mangel an Disziplin gegenüber den Vorschriften, die von nun an den G“ttesdienst im Heiligtum bestimmen, kostet zwei Söhnen Aharons, Nadaw und Awihu, das Leben: „Durch die, die mir nahestehen, will ich geheiligt werden.“ Die Thora beendet dem der Einweihung des Heiligtums gewidmeten Teil mit dem Verbot für die Priester, Wein zu trinken, bevor sie das Stiftzelt betreten. Dann folgt das Gesetz über die für den Genuß erlaubten oder verbotenen Tiere. Die charakteristischen Merkmale beider Kategorien bei den Vierfüßlern, Vögeln, Insekten und Reptilien finden sich unter diesen Vorschriften aufgezählt

Mizwot:

Das persönliche Auftreten der Priester

„Mosche sprach zu Aharon und zu dessen Söhnen Elasar und Itamar: Ihr sollt euer Haupthaar nicht wild wachsen lassen und eure Kleider nicht zerreißen“(10,6)

Welches Maß von Pflichterfüllung von den Priestern erwartet wurde

„Ihr sollt von dem Eingange des Stiftzeltes nicht weichen,daß ihr nicht sterbet“ (10,7)

Die im Tempel diensthabenden Priester müssen vollkommen nüchtern sein

„Der E-wige sprach zu Aharon, wie folgt: Wein und berauschende Getränke sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Stiftzelt geht…“(10,9)

Erlaubte Speisen

„Dies sind die Tiere, welche ihr essen dürft“ (11,2)

„Folgendes dürft ihr essen von allem, was im Wasser“ (11,9)

„Folgende von ihnen (fliegendes Gewürm) dürft ihr essen, den Arbeh (Art Heuschrecke) nach seiner Art“ (11,12)

„Jeden reinen Vogel möget ihr essen“ (Deut. 14,11)

Verbotene Speisen

„Von ihrem Fleische sollt ihr nicht essen und ihr Aas nicht berühren“ (11,8)

„Was keine Flossen und Schuppen hat im Wasser, soll euch ein Greuel sein“ (11,12)

„Folgende seien euch ein Greuel von den Vögeln, sie dürfen nicht gegessen werden“ (11,13)

„Alles Kriechgeflügel sei euch unrein, es soll nicht gegessen werden“ (Deut. 14,19)

Verbotene Insekten und Kriechtiere

„Folgendes soll euch unrein sein unter den Kriechtieren, die auf der Erde kriechen“ (11,29)

„Jedes Kriechtier, das auf der Erde kriecht, sollt ihr nicht essen, es ist ein Greuel“ (11,41)

„Alles, was auf dem Bauche geht, und alles, was auf Vieren geht, bis zu allen Vielfüßern, alles Kriechende, das auf der Erde kriecht, sollt ihr nicht essen, denn sie sind ein Greuel“ (11,42)

„Macht eure Seelen nicht zum Greuel durch alle kriechenden Tiere, verunreinigt euch nicht an denselben“ (11,43)

„Ihr sollt eure Seelen nicht durch alles Kriechende, das sich regt auf der Erde, verunreinigen“(11,44)

Nahrungsmittel, die durch Flüssigkeiten der Unreinheit ausgesetzt werden

„Jede Speise, die gegessen wird und auf die Wasser gekommen ist, kann unrein werden“(11,34)

Berührung mit dem Aas eines (reinen) Tieres

„Wenn stirbt von dem Vieh, das euch zu essen erlaubt ist, so soll, wer das Aas davon berührt, bis zum Abend unrein sein“ (11,39)

 

Tasria – Mezora

Tasria (12,1- 13,59)   Mezora (14,1 – 15,33)

Die Berichte in der Bibel über den Aussatz, sein Wesen und seine Bedeutung

Der Aussatz- Krankheit oder Wunder

Reinheit und Unreinheit, das ist der Leitgedanke der beiden zusammenhängenden Sidrot. An erster Stelle hören wir von den Vorschriften, welche die Frau betreffen, die ein Kind geboren hat und die eine gewisse Reinigungsperiode beobachten muß, bevor sie schließlich ihr Dankopfer den Händen des Priesters übergeben kann. Anschließend behandelt der Text die Fälle von Zora at, was man gewöhnlich mit Aussatz übersetzt, ein Begriff, der aber kaum, wie wir weiter sehen werden, mit dieser noch heute verbreiteten Krankheit identisch ist. Dieses Übel kann ebensogut den Körper eines Menschen wie irgend ein Kleidungsstück oder ein Haus befallen. Es sind Priester, die speziell darauf vorbereitet sind, diese Plage zu untersuchen, und die die Feststellung der Krankheit vornehmen müssen, um alsdann die Unreinheit des Menschen oder des fraglichen Gegenstandes auszusprechen. Die unmittelbaren Folgen für den Mann oder die Frau, die davon betroffen sind, sind die zeitweilige Ausschließung und später der Reinigungsprozeß entsprechend einer genauestens vorgeschriebenen Prozedur, während die davon erfaßten Kleider nach einer Beobachtungsperiode verbrannt werden müssen. Was das Haus anbelangt, das derart verunstaltete Stellen aufweist, so wird dieses ebenfalls einer gründlichen Prüfung durch den priesterlichen Experten unterzogen und im Wiederholungsfall zerstört. Diese Gesetze enden mit den Vorschriften bezüglich menschlicher Unreinheiten physischen Ursprungs, die ebenfalls die Verpflichtung nach sich ziehen, eine gewisse Zeit der Absonderung zu beobachten und sich an deren Ende dem Priester zu zeigen, um die Wiedereingliederung mittels Untertauchen im rituellen Bad und dem Sühneopfer zu erlangen.

Mizwot:

Unreinheit infolge verschiedener Arten von Fluß aus dem Körper

„Wenn eine Frau Samen zur Welt bringt und ein männliches Kind gebiert, so soll sie sieben Tage unrein sein“ (12,2)

„Wenn ein Mann aus seinem Fleische den Fluß hat, so ist sein Ausfluß unrein“ (15,2)

„Wenn eine Frau den Fluß hat, daß nämlich ihr Abfluß an ihrem Fleische Blut ist, so soll sie sieben Tage in der Absonderung bleiben“ (15,19)

„Eine Frau, deren Blutfluß viele Tage lang außer der Zeit ihrer Absonderung fließt… ist unrein“ (15,25)

Opfer, die eine Wöchnerin darzubringen hat

„Wenn ihre Reinigungstage vorüber sind, bei einem Sohne oder bei einer Tochter, soll sie ein einjähriges Lamm zum Ganzopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Sündopfer bringen“ (12,6)

Aussatz- seine Ursachen und seine Folgen

„Wenn sich an der Haut des Fleisches eines Menschen eine erhaben scheinende oder angelaufene Stelle oder ein Flecken zeigt“ (13,2)

„Jedoch den Nethek soll er nicht scheren“ (13,33)

„Der Aussätzige…seine Kleider seien zerrissen, sein Haupthaar soll wild wachsen, bis über die Lippe soll er eingehüllt gehen und „Unrein! Unrein!“ ausrufen“ (13,45)

„Wenn an einem Gewand ein Schaden des Aussatzes entsteht,…so soll es dem Priester gezeigt werden“ (13,47)

„Gehe nicht als Anbringer unter deinem Volke umher“ (19,16)

„Sei sorgfältig bei dem Schaden des Aussatzes“ (Deut. 24,8)

Die Rehabilitierung des Aussätzigen

„Dies sei die Lehre für den Aussätzigen am Tage seiner Reinheit“ (14,2)

„Am siebenten Tage schere er all seine Haare ab“ (14,9)

Die Reinigung des Aussätzigen

„Am siebenten Tage …bade er in Wasser, dann ist er rein“ (14,9)

Das Opfer des Aussätzigen

„Am achten Tage bringe er zwei Schafe ohne Fehler“ (14,10)

Aussatz an einem Haus

„Wenn ihr in das Land Kenaàn kommt, das ich euch zum Erbbesitz gebe, und ich lasse entstehen den Schaden des Aussatzes in einem Hause eures Erbbesitzes“ (14,34)

Das Opfer eines Flußsüchtigen nach seiner Genesung

„Am achten Tag nehme er sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, komme an den Eingang des Stiftzeltes vor den E-wigen“ (15,14)

„Am achten Tag nehme sie sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben und bringe sie dem Priester an den Eingang des Stiftzeltes»“(15,29)

Unreinheit verursacht durch Samenerguß

„Wenn einem Mann Samen entfließt, so bade er seinen ganzen Leib in Wasser und ist bis zum Abend unrein“ (15,16)

 

Achare Mot (16,1 – 18,30)

Verschiedene Auffassungen des Themas: Der Bock für Asasel

Einmal im Jahr, am 10. Tischri, feiert das jüdische Volk den Tag der Sühne und Verzeihung, den Jom Kippur. Der heilige Text vermittelt zu Beginn unseres Wochenabschnittes die detaillierte Schilderung der Zeremonien, die diesem Tag seinen einzigartigen Charakter verleihen. Im Mittelpunkt dieser Zeremonien steht das Opfer der beiden Böcke der Sühne. Der eine wird auf dem Altar geopfert, der andere in die Wüste geführt, wo er umkommen wird. Der Hohepriester läßt am Ende der Feier Weihrauch im Innern des Allerheiligsten aufsteigen, während das im Vorhof des Tempels versammelte Volk sich vor G“tt, mit dem Angesicht zur Erde, niederwirft. Dieser Tag ist ein Schabbattag, auf immer dazu geweiht, die Verbindung, den neuen Bund zwischen G“tt und Seinem Volk zu besiegeln.

Die Sidra fährt mit der Aufzählung der verbotenen Ehen, und im allgemeinen aller untersagten Handlungen, fort, die mit dem Geschlechtsleben zu tun haben.

Mizwot:

Es ist verboten, das Allerheiligste unnötig zu betreten

„Sprich zu deinem Bruder Aharon, daß er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum innerhalb des Vorhanges komme“ (16,2)

Der Tempeldienst am Versöhnungstag

„Mit folgendem soll Aharon in das Heiligtum kommen: mit einem jungen Stier zum Sündopfer und einem Widder zu Ganzopfer“ (16,3)

Das Opfern war auf den Tempel allein begrenzt

„Jedermann…der eine Ochsen oder ein Schaf oder eine Ziege schlachtet, und es nicht vor den Eingang des Stiftszeltes gebracht hat…(17,3-4)

„Hüte dich, daß du nicht deine Ganzopfer darbringst an jedem Orte, den du siehst! Nur an dem Orte, den der E-wige in einem deiner Stämme erwählen wird“ (Deut. 12,13-14)

„Allein deine Heiligtümer … sollst du hinbringen und damit an den Ort kommen, den der E-wige erwählen wird“ (Deut. 12,26)

Die Pflicht, das Tierleben zu achten

„Jedermann, der ein Wildbret jagt, ein Tier oder einen Vogel, der gegessen werden darf, vergieße er dessen Blut und bedecke es mit Erde“ (17,13)

Verbotene Eheschließung und verbotener Geschlechtsverkehr

„Niemand soll einer seiner Blutsverwandten nahen, ihre Scham aufzudecken“ (18,6)

„Die Scham deines Vaters und die Scham deiner Mutter sollst du nicht aufdecken“ (18,7)

„Die Scham der Frau deines Vaters sollst du nicht aufdecken“ (18,8)

„Die Scham deiner Schwester, sie sei deines Vaters Tochter oder deiner Mutter Tochter, im Hause geboren oder außerhalb geboren, ihre Scham sollst du nicht aufdecken“ (18,9)

„Die Scham der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter…ihre Scham sollst du nicht aufdecken…“ (18,10)

„Die Scham der Tochter der Frau deines Vaters, die von deinem Vater erzeugt und deine Schwester ist… sollst du nicht aufdecken“ (18,11)

„Die Scham deines Vaters Schwester sollst du nicht aufdecken“ (18,12)

„Die Scham deiner Mutters Schwester sollst du nicht aufdecken“ (18,13)

„Die Scham deines Vaters Bruders sollst du nicht aufdecken; du sollst seiner Frau nicht nahen“ (18,14)

„Die Scham deiner Schwiegertochter sollst du nicht aufdecken“ (18,15)

„Die Scham von deines Bruders Frau sollst du nicht aufdecken“ (18,16)

Enthaltung von ehelichem Verkehr während der Menstruationszeit

„Einer Frau in der Absonderung ihrer Unreinheit sollst du nicht nahekommen, ihre Scham aufzudecken“ (18,19)

Das Verbot, dem Moloch Menschenopfer darzubringen

„Von deinen Nachkommen sollst du nicht hingeben, um dem Moloch (durch das Feuer) zu führen“ (18,21)

Das Verbot von perversem Geschlechtsverkehr

„Einem Männlichen sollst du nicht beiwohnen wie einer Frau“ (18,22)

„Einem Vieh sollst du nicht beiwohnen, durch dasselbe unrein zu werden“ (18,23)

„Und ein Weib soll sich nicht dem Vieh zur Schändung preisgeben“ (18,23)

 

Kedoschim (19,1 – 20,27)

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Zur Klärung des Gebotes in der Halacha und in der Ethik des Judentums

Das Kapitel 19 weist recht verschiedene Gesetze auf, die unter der Überschrift stehen: “Seid heilig, denn Ich bin heilig, Ich, G“tt, euer G“tt“. Die hauptsächlichsten Pflichten davon sind: die Pflichten gegenüber den Armen, „die Ecke des Feldes“, die für ihn bestimmt ist; dann die gesellschaftliche Ehrlichkeit: keine Unterdrückung und keine Lüge, keine Verleumdung und keine Rache. Der den Alten geschuldete Respekt und der Schutz des Fremden, der Appell an die unparteiische und unteilbare Gerechtigkeit und die Verpflichtung, Genauigkeit von Maß und Gewicht zu achten, beenden diesen Abschnitt. Die Sidra schließt mit der Aufzählung der verschiedenen Sanktionen im Fall von Inzest und verbotenen Ehen.

Mizwot:

Gedanken über die Existenz falscher Götter

„Wendet euch nicht den Götzen zu“ (19,4)

„Damit ihr nicht umherspähet nach eurem Herzen und nach euren Augen, denen ihr in euren Gelüsten folgt“ (Num. 15,9)

Das Verbot, von einem ungültigen Opfer zu essen

„Wer es ißt (das verworfene Opfer), hat seine Schuld zu tragen, denn er hat das Heiligtum des E-wigen entweiht“ (19,8)

Das Gebot, einen Teil der Ernte den Armen und den Fremden zu überlassen

„Du sollst die Ecke deines Feldes nicht völlig abernten und die Nachlese deiner Ernte nicht auflesen“ (19,9)

„In deinem Weinberge sollst du die kleinen Trauben nicht nachlesen und die einzelnen Beeren nicht auflesen“ (19,10)

„Dem Armen und Fremden sollst du sie überlassen“ (19,10)

Falschheit

„Ihr sollt nicht ableugnen und nicht lügen einer dem anderen“ (19,11)

Unlauterer Umgang mit Menschen

„Du sollst deinen Nächsten nichts vorenthalten und nicht rauben“ (19,13)

„Er soll das Geraubte, das er entwendet hat, nach seinem Werte bezahlen“ (Lew. 5,23)

Das Gebot, den Tageslohn am selben Tage zu zahlen

„Du sollst den Lohn des Mietlings nicht über Nacht stehen lassen bis zum Morgen“ (19,13)

„An demselben Tage gib ihm den Lohn“ Deut. 24,15)

Irreführung eines arglosen Menschen

„vor einem Blinden sollst du keinen Anstoß legen“ (19,14)

Rechtsbeugung oder Fehlsprüche in der Justiz

„Tuet kein Unrecht im Gerichte“ (19,15)

„Richte deinen Nächsten mit Gerechtigkeit“ (19,15)

„Du sollst nicht beugen das Recht eines Fremdlings“ (Deut. 24,17)

Die Opfer eines Verbrechens in Schutz zu nehmen

„Bleibe nicht beim Blut deines Nächsten (müßig) stehen“ (19,16)

Verbotener Haß

„Hasse deinen Bruder nicht in deinem Herzen“ (19,17)

Das Gebot, seinen Nächsten zurechtzuweisen

„Zurechtweisen sollst du deinen Nächsten“ (19,17)

Das Verbot der Rache

„Du sollst dich nicht rächen“ (19,18)

„Und nicht (Groll) nachtragen den Kindern deines Volkes“ (19,18)

Nächstenliebe

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (19,18)

Verbotene Kreuzung verschiedener Arten

„Die Vieh sollst du nicht belegen lassen mit anderer Gattung, dein Feld nicht besäen mit zweierlei Gattungen und ein Kleid von zweierlei Arten, Wolle und Linnen, sollst du nicht anlegen“ (19,19)

„Du sollst nicht besäen deinen Weinberg mit zweierlei Gattungen, daß nicht zu Abscheu werde die Fülle, der Same, den du aussäest, samt dem Ertrage des Weinberges“ (Deut. 22,9)

„Du sollst nicht pflügen mit einem Ochsen und einem Esel zusammen“ (Deut. 22,10)

„Du sollst nicht anlegen Zeug von zweierlei Gewebe, Wolle und Leinen zusammen“ (Deut. 22,11)

Die ersten vier Jahre eines Obstbaumes

„Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Obstbäume pflanzt, sollt ihr die Frucht davon als verboten betrachten; drei Jahre soll sie euch als verboten gelten und darf nicht gegessen werden“ (19,23)

„Im vierten Jahre sei alle seine Frucht ein Heiligtum der Lobpreisung, dem E-wigen zu Ehren“ (19,24)

Der unbändige Sohn

„Ihr sollt nicht beim Blute essen“ (19,26)

„Wenn ein Mann einen unbändigen und widerspenstigen Sohn hat“ (Deut. 21,18)

Das Verbot des Aberglaubens (Zauberei und Wahrsagerei)

„Ihr sollt nicht zaubern und nicht aus Wolken deuten“ (19,16)

„Wendet euch nicht den Beschwörern und Weissagern zu“ (19,31)

„Es soll sich nicht finden bei dir solcher, der seinen Sohn und seine Tochter durch das Feuer führt…der Wahrsagerei treibt, der aus Wolken und Schlangen deutet und ein Zauberer“ (Deut. 18,10)

„Und Geisterbanner und der durch Beschwörung befragt und ein Weissager und der die Toten beschwört“ (Deut. 18,11)

Das Gebot, die Ecken des Haupthaares und des Bartes nicht zu rasieren

„Ihr sollt nicht rund abschneiden die Ecken eures Hauptes und die Ecken deines Bartes sollst du nicht zerstören“ (19,27)

Das Verbot der Tätowierung

„Um eines Toten willen sollt ihr euch keinen Schnitt in euer Fleisch machen, und eingeätzte Schrift sollt ihr nicht an euch machen“ (19,28)

Die dem Heiligtum gebührende Achtung

„Fürchtet mein Heiligtum“ (19,30)

Das Alter ehren

„Vor einem greisen Haupte sollst du aufstehen, das Ansehen eines Alten ehren“ (19,32)

Richtige Gewichte und richtige Maße

„Ihr sollt kein Unrecht tun im Gericht, im Maß, im Gewicht und im Hohlmaße“ (19,35)

„Richtige Waage, richtiges Gewicht, richtiges Scheffelmaß und richtiges Kannenmaß sollt ihr haben „ (19,36)

„Du sollst nicht in deinem Beutel zweierlei Gewichtssteine, große und kleine, haben“ (Deut. 25,13)

Die Sitten und Bräuche anderer Völker

„Gehet nicht in den Gesetzen des Volkes, welches ich vor euch austreibe“ (20,23)

Emor (21,1- 24,23)

Verschiedene Stellen, an denen die Feste in der Thora behandelt werden und warum für das Wochenfest keine historische Begründung gegeben ist.

Der Wochenabschnitt enthält auf die Priester bezügliche Bestimmungen und die besondere Disziplin betreffend, der sie sich unterwerfen müssen. Keiner, der ernste körperliche Fehler aufweist, wird zugelassen, Opfer im Inneren des Tempels darzubringen. Die gleichen Bedingungen sind auch für die Auswahl der eigentlichen Opfer vorgeschrieben.- Das Kapitel 23 ist den Festen und ihren jeweiligen Opfern gewidmet. Die Episode des G“tteslästerers, der zur Todesstrafe verurteilt wird und die Verkündung dieser Strafe für jede Person, die sich dieses Fehlers schuldig machen sollte, beenden die Sidra.

Mizwot:

Auf welche Weise ein Priester rituell unrein werden kann

„Rede zu den Priestern…:Er (der Priester) soll sich an keiner Leiche seines Volkes verunreinigen“ (21,1)

„…An seiner jungfräulichen Schwester…an ihr soll er sich verunreinigen“ (21,3)

„Zu keiner Leiche komme er, (selbst) an seinem Vater und seiner Mutter soll er sich nicht verunreinigen“ (21,11)

Eine Warnung für den Priester, den Namen G“ttes nicht zu entweihen

„Sie sollen ihrem G“tt heilig sein und den Namen G“ttes nicht entweihen“ (21,6)

„…daß sie sich von den Heiligtümern der Kinder Israel zurückhalten, um meinen heiligen Namen nicht zu entweihen“ (22,2)

Frauen, die ein Hohepriester nicht heiraten darf

„Eine Dirne und eine Entweihte sollen sie nicht heiraten; und eine von ihrem Manne geschiedene Frau sollen sie nicht heiraten; denn der Priester ist seinem G“tt heilig“ (21,7)

„Er soll eine Frau in ihrer Jungfräulichkeit heiraten“ (21,13)

„Eine Witwe, eine Geschiedene, eine Entweihte, eine Dirne, solche soll er nicht heiraten“ (21,14)

„Er soll seinen Samen in seinem Volke nicht entweihen“ (21,15)

Die Heiligkeit eines Priesters

„Du sollst ihn heilig halten, denn er bringt die Opfer G“ttes dar; er sei dir heilig“ (21,8)

Ein Priester soll körperlich vollkommen sein

„Wer von deinen Nachkommen in künftigen Geschlechtern einen Leibesfehler haben wird, der soll nicht hintreten, das Brot seines G“ttes darzubringen“ (21,17)

„Denn jeder Mann, der einen Leibesfehler hat, trete nicht hinzu“ (21,18)

„Er soll nicht zum Vorhang kommen, noch zum Altare hintreten“ (21,23)

Wer von den Abgaben der Zehnten essen darf

„Von den Heiligtümern soll er nicht essen, bis daß er rein ist“ (22,4)

„Kein Fremder (Nichtpriester) soll Heiliges essen“ (22,10)

„Wenn eines Priesters Tochter einen Nichtpriester heiratet, eine solche darf von den heiligen Gaben nicht essen“ (22,12)

Die Profanierung des Heiligen

„Sie sollen die Heiligtümer der Kinder Israel nicht entweihen“ (22,15)

Das fehlerlose Opfer

„Alles, was einen Fehler hat, sollt ihr nicht darbringen“ (22,20)

„Es sei ohne Fehler, um wohlgefällig aufgenommen zu werden“ (22,21)

„Kein Fehler sei an ihm“ (22,29)

„Kein Feueropfer davon sollt ihr dem E-wigen zu Ehren auf den Altar legen „ (22,22)

„…sollt ihr nicht dem E-wigen zu Ehren darbringen „ (22,24)

„Und von der Hand eines Fremden sollt ihr nicht von allen diesen als Brot eures G“ttes darbringen“ (22,25)

„Du sollst nicht schlachten dem Herrn, deinem G“tte, einen Ochsen oder ein Lamm, daran ein Gebrechen ist“ (Deut. 17,1)

Ein Opfertier soll mindestens acht Tage alt sein

„…aber vom achten Tage an und weiter wird es wohlgefällig aufgenommen als Feueropfer, dem E-wigen zu Ehren“ (22,27)

 

Das Verbot, ein Muttertier und ihr Junges am selben Tag zu schlachten

„Vom Rind und Kleinvieh sollt ihr nicht das Alte nebst seinem Jungen an einem Tage schlachten“ (22,28)

„Wenn ein Vogelnest sich vor dir findet…so sollst du nicht nehmen die Mutter mitsamt den Jungen“ (Deut. 22,6)

„Lasse die Mutter fliegen und die Jungen nimm dir“ (22,7)

Die Hingabe an die Heiligung des g“ttlichen Namens

„Entweihet nicht meinen heiligen Namen“ (22,32)

„Daß ich geheiligt werde unter den Kindern Israel“ (22,32)

Arbeitseinstellung an den Festtagen

„Am ersten Tage sei euch heilige Versammlung, keine Dienstarbeit dürft ihr verrichten“ (23,7)

„Am siebenten Tage ist heilige Versammlung, ihr dürft keinerlei Dienstarbeit verrichten“ (23,8)

Die Erstlinge der Ernte dem Priester zu bringen

„Ihr sollt sieben Tage lang dem E-wigen Feueropfer darbringen“ (23,8)

„…so sollt ihr ein Omer der Erstlinge eurer Ernte dem Priester bringen“ (23,10)

„Brot und geröstete oder frische Körner dürft ihr nicht essen bis an eben diesem Tage“ (23,14)

Das Zählen der Tage zwischen Pessach und Schawuot

„ Ihr sollt zählen vom andern Tage nach der Feier an, da ihr gebracht das Omer der Schwingung“ (23,15)

Schawuot

„Ihr sollt verkünden an eben diesem Tage heilige Berufung; keinerlei Arbeitsverrichtung sollt ihr tun“ (23,21)

Rosch Ha-Schana

„Heilige Verkündigung“ (23,24)

„Da sollt ihr keine Dienstarbeit verrichten“ (23,25)

Der Versöhnungstag

„Ihr sollt eure Person kasteien“ (23,27)

„An eben diesem Tage sollt ihr keinerlei Arbeit verrichten“ (23,28)

„Jede Person, welche sich an eben diesem Tage nicht kasteit“ (23,29)

„Eine Schabbatfeier sei er euch…von Abend bis Abend sollt ihr eure Feier halten „ (23,32)

Das Laubhüttenfest

„Am ersten Tage ist heilige Berufung, keinerlei Arbeitsverrichtung sollt ihr tun“ (23,35)

„Am achten Tage sei euch heilige Berufung, keinerlei Arbeitsverrichtung sollt ihr tun“ (23,36)

Die vier Arten

„Am ersten Tage sollt ihr euch eine Frucht des Baumes Hadar, Palmenzweige, Zweige des dichtbelaubten Baumes und Bachweiden nehmen, und euch vor dem E-wigen, eurem G“tt, sieben Tage lang freuen“ (23,40)

Die Sukka

„In Laubhütten sollt ihr sieben Tage wohnen“ (23,42)

 

Behar (25,1 – 26,2)

Der Sinn der Schemita- und Jowel- Gebote

Das Schabbatjahr soll sogleich nach der Einnahme des Landes beobachtet werden. Das Joweljahr, am Ende von neunundvierzig Jahren, wird die Rückkehr des Grundbesitzes zu seinen ursprünglichen Eigentümern und die endgültige Befreiung der Sklaven zur Folge haben. Maßnahmen zugunsten des Armen und das Verbot des Leihens gegen Zinsen beenden den Abschnitt.

Mizwot:

„Zähle dir sieben Ruhejahre“ (25,8)

„Laß im siebentem Monate am zehnten des Monats Schofarschall ergehen, am Versöhnungstage…“ (25,9)

„Ein Jobel ist es…da sollt ihr nicht säen, einen Nachwuchs nicht abschneiden…“ (25,11)

„Der Boden soll nicht auf ewig verkauft werden“…“ (25,23)

„Ihr sollt für den Boden Einlösung gestatten“ (25,24)

„So jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft“ (25,29)

 

Das Verbot, einem Mitmenschen Unrecht zu tun (Übervorteilung)

„Wenn ihr dem Nächsten einen Gegenstand verkauft…so sollt ihr einander nicht übervorteilen“ (25,14)

„Ihr sollt einander nicht übervorteilen“ (25,17)

Die Eigentumsrechte der Leviten

„Ein Feld, das im Umkreis ihrer Städte liegt, kann nicht verkauft werden“ (25,34)

„Auch einen Bezirk für die Städte ringsum sollt ihr den Leviten geben „ (Num. 35,2)

„Der ganze Stamm Levi soll keinen Anteil und Besitz haben in Israel“ (Deut. 18,1)

„Gebiete den Kindern Israel, daß sie den Leviten von dem Erbe ihres Besitzes Städte zu wohnen geben“ (Num. 35,2)

Das Verhältnis zwischen dem Herrn und seinem kanaanitischen (nichtjüdischen) Sklaven

„Aus ihnen magst du Knecht und Magd kaufen“ (25,44)

„Du sollst nicht ausliefern einen Knecht an seinen Herrn“ (Deut. 23,16)

„Du darfst ihn nicht kränken“ (Deut. 23,17)

Das Verbot, sich auf mit Mustern verzierte Steine niederzuwerfen

„Setzet in eurem Lande keinen glatten Stein, euch niederzuwerfen darauf“ (26,1)

 

Bechukotai (26,3 – 27,34)

Der Zweck der Segnungen und der Flüche

Das Kapitel 26 ist gänzlich den feierlichen Ermahnungen gewidmet, die G“tt an das Volk richtet, und es vor jeder Untreue und jedem Bruch des heiligen Bundes warnt. Der Friede und der Wohlstand, die nationale Sicherheit und das individuelle Wohlergehen werden Folgen des makellosen, moralischen und physischen Verhaltens des Volkes sein. Doch die ganze Strenge der g“ttlichen Strafe wird ausgelöst werden, sobald die Söhne Israels „das Joch abwerfen“ werden. Die harte Schule des Exils wird sie durch die Nationen der Welt hindurchführen bis zu dem Tage, da sie wieder das Bewußtsein ihrer wesentlichen Daseinsaufgabe erlagt haben werden. Der alte Bund, der nie aufgelöst wurde, wird sie an ihren Platz zurückversetzen. Gebote, die sich auf die Gelübde und die „Zehnten“ beziehen, schließen das dritte Buch der Thora ab.

Mizwot:

Den Wert einer Person dem Tempel geloben

„Wenn jemand ein besonderes Gelübde ausspricht, die Schätzung von Personen dem E-wigen“ (27,2)

Die Änderung des Status eines für ein Opfer ausersehenen Tieres

„Er darf es nicht verwechseln und nicht vertauschen…so soll es selbst samt dem dafür Umgetauschten heilig sein“ (27,10)

„Jedoch das Erstgeborene, welches durch die Erstgeburt dem E-wigen geheiligt ist, vom Vieh kann niemand heiligen“ (27,26)

Verfahrensbestimmungen betreffs der Auslösung von einem dem Heiligtum gewidmeten Tier, Haus oder Feld

„So soll man das Vieh vor den Priester stellen, und der Priester soll es schätzen, sei es gut oder schlecht“ (27,11-12)

„Wenn jemand sein Haus als Heiligtum dem E-wigen zu Ehren widmet, so soll es der Priester schätzen»“(27,14)

Die Weihe von Besitz für den Tempel oder für die Priesterschaft

„Alles Banngut jedoch, welches jemand von allem Seinigen, von Menschen, Vieh oder Feld seines Erbbesitzes als Banngut dem E-wigen widmet, kann weder verkauft noch eingelöst werden“ (27,28)

Das Erheben der Zehnten von Tieren und ihre Überführung nach Jerusalem

„Jeder Zehnte des Rind und des Kleinviehs…sei dem E-wigen heilig“

„Es kann nicht losgekauft werden“ (27,32-33)

„Du darfst nicht in deinen Städten essen den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und Öls…(Deut. 12,17)

 

 

Bamidbar

 

Bamidbar (1,1 – 4,20)

Aufbau und Charakter des Buches Bamidbar

Das vierte Buch Moses beginnt mit dem Befehl der Zählung der Israeliten, die durch die Stammesfürsten ausgeführt werden soll. Das Total, ohne die Leviten, beträgt 603 500 taugliche, zwanzig Jahre und darüber alte Männer. Die Musterung der Leviten ergibt ein Total von 22 000 Männern. Da die letzteren, Mann für Mann, die Erstgeborenen ersetzen müssen, die ursprünglich dazu bestimmt waren, als Priester zu amten, wird es notwendig, daß der Überschuß von 273 der 22 273 Erstgeborenen, der über die Zahl der Leviten hinausgeht, ein Lösegeld von fünf Schekel dem Tempelschatz zu zahlen hat. Die Ordnung für die Lagerstätten, wo die zwölf Stämme, in vier Abteilungen von je drei Stämmen gruppiert, entsprechend den vier Windrichtungen um das Heiligtum herum angeordnet sind, ergänzt schließlich das Bild des Aufenthaltes Israels in der Wüste.

Mizwot:

 

Nasso (4,21 – 7,89)

Die Beurteilung des Nasirats in unserer Literatur

In Vervollständigung der vorangegangenen Zählung der Stämme Israels fährt der Text mit der Registrierung der drei Gruppen, die den Stamm Levi bilden, fort. Nachdem einmal so die Lagerordnung definitiv geregelt ist, legt die Thora drei sich durch ihren Heiligkeitsgrad unterscheidende Sektoren fest: das Zentrum, Lager der „g“ttlichen Majestät“, der Sektor des Levitenlagers (konzentrisch um den ersten herum liegend) und schließlich der äußere Sektor, das Lager Israels.

Wenn im ehelichen Leben eines jüdischen Paares ein Konflikt entsteht und der Argwohn, untermauert von bestimmten Tatsachen, dabei ist, das gegenseitige Vertrauen der Gatten zu zerstören, kann ein Akt g“ttlicher Justiz von den betroffenen Personen verlangt und innerhalb der Umzäunung des Heiligtums abgewickelt werden (Gesetz der Sota). Dann folgt die Institution des Nasirtums, ein Stadium besonderer Reinheit und Heiligung, das ein Jude während einer gewissen Zeit auf sich nehmen kann.

Die Priester werden das Volk mit Hilfe eines Spruches segnen, der in unsere Tradition eingegangen ist und welcher der Ausdruck des vollkommenen Bundes zwischen G“tt und der Menschheit ist.

Die Sidra endet mit der Einweihung des Heiligtums und der Beschreibung der bei dieser Gelegenheit gespendeten Huldigungsgaben der Fürsten, der Oberhäupter der Stämme.

Mizwot:

Die Heiligkeit des Tempels und Jerusalems

„Hinaus vor das Lager sollt ihr sie schicken“ (5,2)

„Daß sie nicht verunreinigen ihre Lagerplätze“ (5,3)

„Ein Mann, der unrein ist, soll nicht kommen innerhalb des Lagers“ (Deut. 23,11)

Die Notwendigkeit des Sündenbekenntnisses

„So sollen sie die Sünde, die sie begangen, bekennen…“ (5,7)

Die der Untreue verdächtige Frau

„Irgend jemand, dessen Frau ausschweift und gegen ihn treulos handelt…“ (5,12)

„So bringe der Mann seine Frau zum Priester und bringe Opfer für sie…er gieße weder Öl noch tue er Weihrauch darauf“ (5,15)

Das Nasiräertum

„Er soll sich jungen und alten Weines enthalten…frische oder trockene Trauben soll er nicht essen“ (6,3)

„Er soll nichts genießen von allem, was vom Weinstock, von den Kernen bis zur Hülse, bereitet wird“ (6,4)

„Kein Schermesser soll über sein Haupt gehen…er soll heilig sein und sein Haupthaar frei wachsen lassen“ (6,5)

„Alle Tage seiner Enthaltung…soll er an keine Leiche kommen“ (6,6)

„Selbst an Vater und Mutter, Bruder und Schwester…soll er sich nicht verunreinigen, weil die g“ttliche Krone auf seinem Haupte ist“ (6,7)

„Am Tage seiner Reinigung soll er sein Haupthaar scheren“ (6,9)

 

Der Priestersegen

„So sollt ihr die Kinder Israel segnen“ (6,23)

Der Transport der Bundeslade

„Der Dienst des Heiligtums liegt ihnen ob, auf der Schulter sollten sie tragen“ (7,9)

„In den Ringen der Lade sollen die Stangen bleiben, sie sollen nicht herauskommen“ (Ex. 25,15)

 

Beha`alotecha (8,1 – 12,16)

Zur Klärung des Begriffs der Prophetie in der Thora

Die sieben Lampen des Leuchters sollen das Heiligtum vom Abend bis zum Morgen erhellen, so lautet die erste Vorschrift unseres Wochenabschnitts. Die Leviten sollen ihren Dienst im Alter von 25 Jahren aufnehmen und ihre Amtszeit im Alter von 50 Jahren beenden. Dann folgt der Bericht über die Feierung des Pessachfestes und die Einrichtung des „zweiten Pessach“ am 14. Tag des Monats Ijar, für alle diejenigen, die verhindert waren, am eigentlichen Pessach teilzunehmen. Die Wolkensäule am Tag und die Feuersäule während der Nacht werden das Volk während seiner Wüstenwanderung leiten, und zwei silberne Trompeten werden das Signal zum Aufbruch und dasjenige zum Halten geben. Am 20. Tag des Monats Ijar setzt sich der lange Zug der Söhne Israels von der Sinaiwüste aus in Bewegung, um zur Grenze des verheißenen Landes zu gelangen. Ein schwerer Zwischenfall bricht infolge einer Woge der Unzufriedenheit aus, von der Masse des Pöbels hervorgerufen, die frisches Fleisch heischt trotz der fortgesetzten Versorgung durch das tägliche Manna. Wachteln in ungeheurer Zahl gehen rings um das Lager nieder, doch gleichzeitig trifft die g“ttliche Strafe streng die Anstifter dieser Intrige. Um die Konfusion voll zu machen, wird Mosches Person von Mitgliedern seiner eigenen Familie in Frage gestellt, und zwar von Miriam und Ahron wegen der „äthiopischen Frau“. Doch sogleich greift G“tt selbst ein, denn Mosche, der das Ziel dieses Angriffs ist, kann zu seiner eigenen Verteidigung nicht sprechen. Miriam, vom Aussatz getroffen, muß sich während sieben Tagen vom Lager entfernt halten. Doch das Volk wartet ihre Heilung ab, nimmt alsdann die Wanderung wieder auf und lagert in der Wüste von Paran.

Mizwot:

Das zweite Pessachopfer

„So jemand an einer Leiche unrein geworden oder auf einer weiten Reise ist…so bereite er dem E-wigen…das Überschreitungsopfer“ (9,10)

Das Blasen der Trompeten

„An euren Freudentagen, euren Festen und euren Neumonden sollt ihr in die Trompeten stoßen“ (10,10)

 

Schlelach Lecha (13,1 – 15,41)

Erklärung des Gebotes der Zizit (Schaufäden)

Israel nähert sich den Grenzen des Heiligen Landes. Aber das Land ist nicht unbewohnt, kriegerische Völkerschaften werden sich zweifellos dem Eingang der Nation in das Verheißene Land widersetzen. G“tt befiehlt also Mosche, je einen Verantwortlichen für einen Stamm zu bezeichnen, um das Land auszukundschaften und die Invasion vorzubereiten. Die Zwölf gehen weg und bleiben 40 Tage im Land. Bei ihrer Rückkehr bringen sie wunderbare Früchte, Erzeugnisse des Landes, mit, erklären aber (mit Ausnahme von Joschua und Kalew), daß die dort wohnenden riesenhaften Krieger niemals besiegt werden können. Eine tiefe Enttäuschung bemächtigt sich sogleich des Volkes, das die ganze Nacht über sein Mißgeschick weint. Es geht so weit, die Rückkehr nach Ägypten zu fordern, um nicht angesichts eines uneinnehmbaren Landes in der unwirtlichen Wüste zu sterben. Kalew und Joschua bemühen sich vergeblich, wobei sie durchaus die Schwierigkeiten des Unternehmens zugeben, das Volk zu ermutigen und sein Vertrauen auf G“tt zu festigen. Es nützt nichts, und der Beschluß G“ttes verurteilt diese ganze Generation, ihr Leben in der Wüste im Lauf von 40 Jahren Wanderungen zu beenden, bis ihre Kinder herangereift sein werden, und, reich an der von ihren Vätern gemachten Erfahrung, in das Land einziehen können. Bei der Verkündigung dieser Beschlüsse erkennt das Volk seinen Fehler und will unmittelbar danach zum Angriff übergehen. Doch es ist zu spät, und dieses spontane Unterfangen endet mit einer blutigen Niederlage an der Grenze des Landes.

Nach einer raschen Darstellung der Art und Weise der Opferung wie sie nach der Besitznahme des Landes ausgeführt werden soll, berichtet der Text vom Zwischenfall mit einem Menschen, der am Schabbat Holz sammelte. Dieser Mann wird mit dem Tode bestraft und erleidet diese in Gegenwart der ganzen Versammlung. Die Sidra endet mit dem Gebot der Zizit (Quasten), die alle Gebote G“ttes dem jüdischen Menschen in Erinnerung rufen, diese auszuüben.

Mizwot:

Die Absonderung einer Hebe vom Teig (Challa)

„Eures Teiges Erstling, einen Kuchen sollt ihr als Hebe absondern“ (15,20)

Die Schaufäden (Zizit)

„Sie sollen sich an den Ecken ihrer Kleider Schaufäden machen“ (15,38)

 

Korach (16,1 – 18,32)

Die Ursachen der Empörung Korachs und der Zeitpunkt, an dem sie stattgefunden hat

Korach, Datan und Awiram hecken einen Aufstand gegen Mosche aus, dem sie vorwerfen, die ganze Machtausübung an sich zu reißen. Sie behaupten, mit der Gesamtheit der jüdischen Männer, die Verantwortung für die Leitung des Volkes übernehmen zu können. Mosche weigert sich, seine Funktion, die ihm von G“tt anvertraut worden war, zu verteidigen. Es ist G“tt selbst, der Gerechtigkeit gegenüber den Anführern vor den entsetzten Augen des Volkes walten läßt. Die Erde „öffnet ihren Schlund“ und verschlingt die ganze Bande Korachs und seiner Leute, sie und ihr Hab und Gut. Doch das Volk belastet Mosche und Ahron mit der Schuld dieser Bestrafung, indem es sagt: ihr habt veranlaßt, daß das Volk G“ttes sterbe. Alsbald beginnt der Tod unter den Unzufriedenen zu wüten und nur dank dem Auftreten Mosches, der sich „zwischen Tote und Lebende“ stellt, wird die Seuche aufgehalten. Indessen waren 14 700 Personen umgekommen.

Auf Befehl G“ttes hat jeder der Stammesfürsten einen Stab im Stiftszelt niederzulegen, und am nächsten Tag schon trägt einzig der von Ahron niedergelegte Stab, derjenige des Stammes Levi, Blüten. Dieses Zeichen soll als dauerndes Zeugnis für die Wahl, die G“tt getroffen hat, dienen. In der Folge dieser Ereignisse gibt der Text genaue Angaben betreffend die Funktionen und das Einkommen der Leviten, die ganz im Dienst des Volkes sind und daher auch zu seinen Lasten gehen.

Mizwot:

Die Aufgaben der Priester im Unterschied von den Aufgaben der Leviten

„Allein den heiligen Geräten und dem Altare sollen sie sich nicht nahen“ (18,3)

„Ich habe mir eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Kinder Israel genommen…,dem E-wigen den Dienst des Stiftszeltes zu verrichten“ (18,6)

Die Obhut des Heiligtums

„Sie sollen deine Obhut des ganzen Zeltes hüten“ (18,3)

„…aber ein Fremder nahe euch nicht“ (18,4)

„Hütet die Obhut des Heiligtums und die Obhut des Altars…“ (18,5)

Die Abgabe des Zehnten für die Leviten

„Den Zehnten der Kinder Israel, dem sie dem E-wigen als eine Hebe widmen, gebe ich den Leviten zum Erbe“ (18,24)

Die Zehnten des Zehnten

„Mit den Leviten sollst du reden und ihnen sagen: Wenn ihr von den Kindern Israel den Zehnten genommen,…so sollt ihr davon…als Hebe dem E-wigen den Zehnten von dem Zehnten absondern“ (18,26)

 

Chukat (19,1 – 22,1)

Die Sünde des Mosche und des Aharon

„Sprich zu den Kindern Israel, daß sie dir eine vollkommen rote Kuh bringen, die keinen Leibesfehler hat und auf welche noch kein Joch gekommen ist.“ Mit diesem berühmten Gesetz, das seinen Platz innerhalb der Gesamtheit der die Behandlung der Unreinheiten betreffenden Vorschriften hat, beginnt unser Wochenabschnitt. Die Asche dieser Kuh vermischt mit Quellwasser wird dazu dienen, jeden Menschen, der in Berührung mit einem Toten gekommen ist, die Reinheit wiederzugeben, nachdem er die vom Gesetz vorgeschriebenen sieben Tage der Unreinheit beobachtet hat.

In Kadesch, in der Wüste, stirbt Miriam und wird begraben. Das Wasser bleibt aus. Mosche sollte zum Felsen sprechen, auf daß die Quelle fließe, aber Mosche hebt die Hand und schlägt mit dem Stab zweimal auf den Felsen. Das Wasser fließt reichlich, aber Mosche wird hart für seine Unachtsamkeit bestraft werden; er wird das so sehr ersehnte Land nicht sehen. Israel schickt Boten zu Edom, um von ihm die Erlaubnis zu erhalten, sein Land zu durchziehen. Doch Edom lehnt ab und Israel macht einen Umweg, um an den Berg Hor zu gelangen. Hier stirbt Aharon und sein Sohn Elasar, mit den Priestergewändern bekleidet, wird von nun an sein Amt versehen.

Einmal mehr grollt die Unzufriedenheit im Volk, denn der Weg ist lang und das Land fern. Schlangen kommen und erinnern das Volk, daß es selbst im Fehler ist und daß seine eigene Disziplinlosigkeit ihm die Verlängerung der Wanderung eingetragen hat. Die Schlangen machen, daß die hauptsächlichen Rädelsführer sterben. Die kupferne Schlange, von Mosches Händen hergestellt, bewirkt, daß denjenigen, die auf sie blicken, das Leben gerettet wird.

Mizwot:

Die rote Kuh

„Sprich zu den Kindern Israel, daß sie dir eine vollkommen rote Kuh bringen, die keinen Leibesfehler hat“ (19,2)

„Der Reine sprenge auf den Unreinen“ (19,19)

Durch eine Leiche übertragene Unreinheit

„Wenn ein Mensch in einem Zelte stirbt: Alles, was in das Zelt hineinkommt, und alles, was im Zelte ist, das ist sieben Tage unrein“ (19,14)

 

Balak (22,2 – 25,9)

Erklärungen zum Verhalten Bileams und zum Reden der Eselin

Israel lagert gegenüber von Moaw; Balak, der König von Moaw, erschreckt durch die Nähe dieser Unbekannten, schickt Gesandte, um den Wahrsager Bileam zu holen, damit er dieses Volk verfluchen komme, um so die Gefahr zu beschwören. Bileam macht sich, auf seiner Eselin reitend, auf den Weg. Unterwegs hält das Tier an, angesichts eines von G“tt gesandten Engels, der ihm den Weg versperrt und auf die wiederholten wütenden Schläge seines Herrn hin entgegnet es diesem in menschlicher Sprache. Bileam kommt endlich an, ist aber unfähig, anders zu handeln als gemäß dem Wort G“ttes. Er verkündet herrliche Segnungen über dieses Volk, das keine menschliche Macht fürchtet und das abgesondert lebt, jedoch im Genuß des Schutzes seines g“ttlichen Herrn ist. „Wie schön sind doch deine Zelte, Jakow!“ Während mehrerer Monate bleibt Israel in der Nachbarschaft Moaws, und diese Nähe wird bedauerliche Folgen haben, denn die Töchter Moaws werden eine größere Zahl von jüdischen Männern zur Lasterhaftigkeit und zum Götzendienst verleiten. Der Skandal erreicht seinen Höhepunkt, als der Stammesfürst Simri vom Stamm Schimon, eine Moabiterin mitten ins jüdische Lager in sein Zelt führt. Doch sogleich stürzt Pinchas, Aharons Enkel, die Lanze in der Hand, hervor und rächt die Ehre G“ttes und Israels, indem er die beiden Schuldigen tötet.

Mizwot:

 

 

Pinchas (25,10 – 30,1)

Der Glaubenseifer in Thora und Talmud, in Halacha und Agada

Die Wiederherstellung der Ehre des Volkes durch die rächende Tat des Pinchas wird von G“tt bekräftigt, der mit diesem jungen Priester einen „Bund des Friedens“ schließt, indem er ihm auf diese Weise einen besonderen Platz unter den Großen der Nation einräumt. Eine neue Zählung wird angeordnet als Folge der verschiedenen Heimsuchungen, die das Volk erlitten hat. Diese Zählung wird nicht die Aufständischen der Wüste umfassen, denn „sie werden das Land nicht sehen“. Es wird auf der Grundlage dieser Zählung geschehen, daß der Nachfolger Mosches, Joschua, die Böden im heiligen Land zuzuteilen haben wird. Bei dieser Gelegenheit, und teilweise infolge der Initiative der Töchter von Zelofchad, bestimmt das Gesetz die Regeln der Erbfolge, die sogleich nach der Inbesitznahme des Landes in Kraft treten werden. Feierlich bezeichnet G“tt Joschua und ordnet seine Amtseinsetzung als zukünftiger Führer des Volkes an. Der Wochenabschnitt endet mit den Vorschriften bezüglich der Opfer am Schabbat und der Festtage.

Mizwot:

Erbschaftsgesetze

„So jemand stirbt und keinen Sohn hinterläßt, so sollt ihr sein Erbe auf seine Tochter übertragen“ (27,8)

Das Lammopfer am Morgen und am Abend (Korban Tamid)

„Das eine Lamm sollst du am Morgen darbringen und das andere Lamm sollst du zwischen beiden Abenden darbringen“ (28,4)

Zusätzliche Opfer (Mussafim)

„Am Sabbattage zwei einjährige Lämmer ohne Fehler…“ (28,9)

„An euren Neumonden sollt ihr Ganzopfer…zwei junge Stiere (28,11)

„…Ihr sollt darbringen ein Feueropfer dem Herrn (am Rosch Haschana( (Lev. 23,25)

„Ihr sollt euch kasteien und darbringen ein Feueropfer dem Herrn“ (am Versöhnungstag) (Lev. 23,27)

„Sieben Tage sollt ihr darbringen Feueropfer dem Herrn“ (am Hüttenfest) (Lev. 23,36)

Die Schawuotopfer

„Am Tage der Erstlinge, wo ihr dem E-wigen zu ehren ein neues Speiseopfer darbringt…“ (28,26)

„…sollt ihr fünfzig Tage zählen und darbringen ein Speiseopfer vom neuen Getreide dem Herrn (Lev. 23,16)

Das Schofarblasen am Rosch Haschana

„Ein Tag des Schalls sei es euch“ (29,1)

 

Matot (30,1 – 32,42)

Der Anspruch der Stämme Reuwen und Gad

Die letzten Kapitel des vierten Buches des Pentateuch behandeln zuerst das Gesetz betreffend die Gelübde und verordnen spezielle Regeln für die von einer verheirateten Frau ausgesprochenen Gelübde. Der Text fährt mit dem Bericht von dem über die Midjaniter davongetragenen Sieg fort, die ja durch  ihre Töchter so viele junge Männer zur Perversion verleitet hatten. Dieses Volk verdiente eine Bestrafung und Israels Hand lastete daher schwer auf ihm. Die Befehlshaber der Armee teilen in ihren Berichten mit, daß keiner ihrer Soldaten beim Appell fehlte. Als Zeichen der Dankbarkeit bringt das Volk die ganze Beute an Gold und Edelsteinen, um das Stiftszelt zu verschönern. Infolge einer von den Stämmen Reuwen und Gad vorgebrachten Bitte teilt ihnen Mosche angesichts der überaus zahlreichen Viehherden, die den Reichtum dieser beiden Stämme bilden, die weiten Ebenen Transjordaniens zu, indem er sie jedoch verpflichtet, an der Eroberung von Kenaan an der Seite ihrer Brüder teilzunehmen.

Mizwot:

Gelübde ablegen und wieder aufheben

„So ein Mann dem E-wigen ein Gelübde tut…so soll er sein Wort nicht entweihen“ (30,3)

„Was du gelobst, beobachte und tue“ (Deut. 23,24)

 

Massej (33,1 – 36,13)

Die Bedeutung des Gebotes über die Zufluchtsstädte

Nach einer raschen Wiederholung der Etappen ihrer Wanderung durch die Wüste erfahren die Söhne Israels von Mosche den Verlauf der Grenzen des Landes, die sie zu beachten haben werden. G“tt bezeichnet dann die Verantwortlichen, die dem Hohepriester Elasar und Joschua helfen werden, die Verteilung der Gebiete und die Niederlassungen des Volkes vorzunehmen. Jeder Stamm wird ferner den Leviten vier Städte reservieren, die gleichzeitig als Zufluchtsstädte für unfreiwillige Mörder dienen werden. Diese letztere Einrichtung wird durch das Gesetz betreffend „den Bluträcher“ ergänzt. Zuletzt empfiehlt Mosche allen Mädchen, die kraft des früheren Gesetzes Bodenbesitz von ihren Vätern erben werden, sich mit einem Sohn ihres Stammes zu verheiraten, damit so die Integrität der umgrenzten Bezirke bewahrt werde und damit nicht durch Heirat im Gebiet des einen Stammes die Enklave eines anderen Stammes entstehe.

Mizwot:

Zufluchtsstädte (Arei`Miklat)

„Nach dem Tode des Hohepriesters kehre der Mörder in das Land seines Erbbesitzes zurück“ (35,28)

„Ihr sollt kein Lösegeld annehmen für den, der in die Zufluchtsstadt geflohen…bevor der Hohepriester stirbt“ (35,32)

„So sollst du dir drei Städte absondern“ (Deut. 19,12)

 

 

Dewarim

 

Dewarim (1,1 – 3,12)

Der Aufbau des Buches Dewarim und seine charakteristischen Merkmale

In einem weit gefaßten Überblick zeichnet Mosche die markanten Episoden der ungewöhnlichen Geschichte Israels vom Sinai bis zu den Ufern des Jordans. Etappe um Etappe läßt das inspirierte eingegebene Wort des Führers vor den Augen des Volkes die bedeutsamen Ereignisse dieser vierzig Jahre der Wanderung wiedererstehen. Namen dienen als Merkmale. Chorew, Kadesch, Moaw, Baschan. Eine wichtige Erkenntnis geht daraus hervor: die wundersame Erhaltung von drei Millionen jüdischen Männern und Frauen in einer unbewohnbaren Wüste, umgeben von ständigen Gefahren und Bedrohungen. Des g“ttlichen Schutzes gewiß führt der Leiter sein Volk bis an die Grenze des Landes, wo er die Führung dem Jünger übergeben muß.

Mizwot:

Die Einsetzung von Richtern

„Ihr sollt kein Angesicht kennen im Gerichte“ (1,17)

„Richter und Beamte sollst du dir einsetzen“ (16,18)

 

Wa etchanan (3,13 – 7,11)

Der Rückblick auf die Vergangenheit wird weitergeführt. Mosche ermahnt seine Brüder zur Treue Dem gegenüber, der ihnen alle die Wohltaten, die materiellen wie die geistigen, verschafft hat und fordert sie auf, auf die Gefahren zu achten, die auf sie im Verlaufe der Geschichte lauern werden. Dann folgt die Erinnerung an die unvergeßlichen Tage am Sinai, an die machtvolle Stimme, die Flammen und den Donner der Offenbarung des Dekalogs. Diese Rekapitulierung endet mit dem Befehl, im jüdischen Land keinerlei Spuren eines heidnischen Kults und seiner Götzenbilder zu dulden, vielmehr das ganze Land dem reinen G“ttesdienst zu weihen.

Mizwot:

Die Einheit G“ttes – das Schma-Gebet

„Höre Israel, der E-wige, unser G“tt, der E-wige ist einzig“ (6,4)

„Du sollst den E-wigen, deinen G“tt, lieben mit deinem ganzen Herzen“ (6,5)

„Den E-wigen, deinen G“tt, sollst du fürchten“ (10,20)

Die Pflicht, den kommenden Geschlechtern die Lehren der Thora zu übermitteln

„Du sollst sie deinen Kindern einschärfen“ (6,7)

Die Pflicht, Schma zu zitieren (volkstümlich: Schma sagen)

„Du sollst davon reden…, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst“ (6,7)

Tefillin (die Gebetsriemen)

„Binde sie zu Zeichen an deine Hand, und sie seien zum Denkzeichen zwischen deinen Augen“ (6,8)

Die Mesusa

„Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore“ (6,9)

Das Verbot, G“tt und den Propheten zu versuchen

„Versuchet nicht den E-wigen, euren G“tt“ (6,16)

Das Verbot der Mischehe

„Du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern“ (7,3)

 

 

Ekew (7,12 – 11,25)

Über die Segenssprüche im allgemeinen und über das Tischgebet

Das Wohlergehen, das Glück und der Friede des Volkes werden ausschließlich von dessen gewissenhafter Beobachtung des Bundes abhängen. Dies ist das Leitmotiv der Kapitel unseres Wochenabschnittes. Die Erinnerung an die Prüfungen der Wüste wird als Lehre dienen, um dem Volk weitere Verirrungen und Nachlässigkeiten zu ersparen, die es teuer zu stehen kommen könnten. Mosche erinnert an seine Interventionen bei G“tt, um immer wieder Verzeihung für die begangenen schweren Verfehlungen zu erlangen, und an die Liebe, die G“tt bei zahlreichen Gelegenheiten gegenüber diesem Volk „mit dem harten Nacken“ bewiesen hat. Er erwähnt das Goldene Kalb, die Revolte Korachs, die tragische Verirrung der Kundschafter – alles Beispiele, die der Belehrung dienen. Und Mosche schließt mit der Erinnerung an die Einrichtung der Tefillin als Zeichen der vollständigen Unterwerfung des jüdischen Menschen unter den Willen G“ttes und an diejenige der Mesusa, Wappenschild des jüdischen Hauses, das ganz dem G“ttesdienst geweiht ist. Nur so wird Israel allen moralischen und physischen Angriffen standhalten können und wird das Volk einer Zukunft entgegen gehen, die sich lichtvoll ankündigt.

Mizwot:

Das Verbot jeglichen Kontaktes mit Götzenbildern

„Begehre nicht das Gold und das Silber an ihnen“ (7,25)

„Bringe keinen Greuel in dein Haus“ (7,26)

G“tt loben für die Nahrung, die er uns gibt

„So du gegessen und dich gesättigt haben wirst, so sollst du den E-wigen, deinen G“tt loben…“ (8,10)

Die Liebe zu den Proselyten

„Ihr sollt den Fremdling lieben“ (10,19)

Der Schwur im Namen G“ttes

„Du sollst bei Seinem Namen schwören“ (10,20)

Das Gebet

„Den E-wigen, deinen G“tt, sollst du fürchten…ihm dienen“ (10,20)

„Ihm sollst du anhangen“ (10,20)

 

Re`eh (11,26 – 16,17)

Die Bedeutung der Speisegesetze

Sogleich nach der Besitznahme des Landes wird G“tt den Ort bezeichnen, wo sich sein Heiligtum erheben wird und wohin das Volk kommen soll, um einerseits da die vorgeschriebenen wie die freiwilligen Opfer darzubringen, andererseits die Belehrungen seiner Führer zu empfangen. Eine besondere Maßnahme sieht die Erlaubnis vor, die Tiere für den gewöhnlichen Genuß außerhalb der Mauern des Tempels zu schlachten, im Gegensatz zu der in der Wüste geübten Praxis. Die Thora spricht in strengen Worten in bezug auf jeglichen falschen Propheten oder jede Person, die einen fremden Kult in der Nation einführen möchte. Dann folgen einige Gesetze betreffend die reinen du unreinen Tiere, die Zehnten, das Schabbatjahr und die Sklaven. Am Ende der Sidra findet sich das Gebot, die drei Wallfahrtsfeste zu feiern und bei dieser Gelegenheit jeweils alle Männer Israels zu versammeln.

Mizwot:

Die Zerstörung aller heidnischen Kultstätten

„Ihr sollt all die Orte vollkommen zerstören, wo die Völker, die ihr austreibt, ihren Göttern gedient haben“ (12,2)

Das Verbot, heilige Gegenstände zu vernichten

„So sollt ihr nicht tun dem E-wigen, eurem G“tt“ (12,4)

Die Entrichtung eines Gelübdes nicht zu verzögern

„Und dorthin sollt ihr eure Ganzopfer…bringen“ (12,6)

„Zögere nicht, es (dein Gelübde) zu entrichten“ (23,22)

Die Erlaubnis, das Fleisch eines ausgelösten Tieres zu essen

„Jedoch magst du nach dem ganzen Verlangen deiner Seele schlachten und Fleisch essen“ (12,15)

Das rituelle Schächten (Schechita)

„…so magst du von deinen Rindern und deinem Kleinvieh schlachten, wie ich dir befohlen…“ (12,211)

Das Verbot, das Glied eines lebenden Tieres zu essen

„Du sollst nicht das Leben samt dem Fleische verzehren“ (12,23)

Das Verbot, den Vorschriften der Thora etwas hinzuzufügen oder etwas an ihnen zu vermindern

„Alles, was ich euch befehle, das sollt ihr beobachten, es zu tun, nichts hinzufügen und nichts daran vermindern“ (13,1)

Falsche Propheten

„Du sollst nicht auf die Worte dieses Propheten hören“ (13,4)

Die Strafe eines Menschen, der zu Götzendienst verleitet

„So willfahre ihm nicht…höre nicht auf ihn…dein Auge schone ihn nicht, erbarme dich seiner nicht und verhehle seinetwegen nicht“ (13,9)

„…fahre nicht fort, dergleichen Böses… zu tun“ (13,12)

Die (zur Verbrennung) verurteilte Stadt – (Ir Niddachat)

„Die Stadt und ihre ganze Beute sollst du im Feuer verbrennen…sie bleibe ein ewiger Schutthaufen, sie werde nicht wieder erbaut. Es bleibe nichts von dem Gebannten an deiner Hand haften“ (13,17-18)

Das Verbot übermäßigen Trauerns

„Ihr sollt euch wegen eines Toten keine Einschnitte machen und keine Glatze zwischen euren Augen scheren“ (14,1)

Das Verbot, jede Art von Newela zu genießen

„Ihr sollt kein Gefallenes (Newela) verzehren“ (14,22)

Den Zehnten nach Jerusalem bringen

„Du sollst den ganzen Ertrag deiner Aussaat verzehnten“ (14,22)

Schuldenerlaß im Schemittajahr (Erlaßjahr)

„Es erlasse jeder Schuldherr das Guthaben, das er von seinem Nächsten zu fordern hat; er soll nicht drängen seinen Nächsten und seinen Bruder, denn ein Erlaß des Herrn ist verkündet“ (15,2)

„Hüte dich, daß du nichts Ruchloses im Sinne hegst“ (15,9)

Wohltätigkeit in gütiger und großzügiger Weise zu geben

„Verschließe deine Hand nicht von deinem dürftigen Bruder, sondern öffne ihm deine Hand und leihe ihm…“ (15,7-8)

Die Sorge für den freigesprochenen jüdischen Sklaven

„Du sollst ihn nicht leer entlassen“ (15,13)

„Du sollst ihn von deinem Kleinvieh, von deiner Tenne und deiner Kelter reichlich beschenken“ (15,14)

Das Pessachopfer – ein Gemeinschaftsfest

„Du darfst das Überschreitungsopfer nicht in einer deiner Städte verrichten, die der E-wige, dein G“tt, dir gibt“ (16,5)

Die Wallfahrtsfeste

„Dreimal im Jahre soll alles Männliche unter dir vor dem E-wigen, deinem G“tt,… erscheinen…und man soll vor dem E-wigen, nicht leer erscheinen“ (16,16-17)

„Hüte dich, daß du den Levi nicht verläßt“ (12,19)

„Freue dich an deinem Feste…“ (16,14)

„Dreimal im Jahr feiere mir ein Fest“ (Ex. 23,14)

 

Schoftim (16,18 – 21,9)

Die Einsetzung eines Königs in Israel – verpflichtende oder erlaubende Staatsverfassung

Die Verwaltung des Volkes wird auf einer weise überlegten Justiz basieren und mit legislativer und exekutiver Gewalt ausgestattet sein; sie wird entsprechend der Bedeutung der Regionen in Gerichte erster, zweiter und dritter Stufe eingeteilt werden. Der Text dieses Wochenabschnittes behandelt sodann die Einsetzung der Behörden des Landes, nämlich des Königs, des obersten Gerichts und des Hohepriesters. Die Prozedur des Tribunals, die Rechte, die Privilegien und die Pflichten des Königs, der Militärdienst und die Dispensierungen von diesem sind die hauptsächlichen Themen der Kapitel 18, 19 und 20.

Mizwot:

Das Verbot, einen Hain (Aschera) zu pflanzen oder eine Säule zu errichten

„Du sollst dir neben dem Altar des E-wigen, deines G“ttes, keinen Hain und keinerlei Baum pflanzen“ (16,22)

„Du sollst dir keine Säule errichten“ (16,22)

Die Autorität des Rabbinats

„Nach Vorschrift der Lehre, die sie dich lehren werden, und nach dem Urteile, das sie dir verkünden werden, sollst du handeln; du sollst vom Worte, das sie dir verkünden werden nicht abweichen, weder rechts noch links“ (17,11)

Die Einsetzung eines Königs

„Aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen, du darfst keinen fremden Mann…über dich setzen“ (17,15)

„Nur soll er sich nicht viele Pferde anschaffen“ (17,16)

„Er soll sich nicht viel Frauen nehmen…auch soll er sich nicht viel Silber und Gold anhäufen“ (17,17)

„…so soll er sich die Abschrift dieser Lehre auf Pergament schreiben“ (17,18)

Das Verbot, nach Ägypten zurückzukehren

„…ihr sollt nicht ferner mehr auf diesem Weg zurückkehren“ (17,16)

Die Opferteile, die dem Priester gehören

„…er soll dem Priester das Schulterstück, die Kinnbacken und den Magen geben“ (18,3)

Die Einteilung der priesterlichen Aufgaben

„Wenn der Levi aus irgendeiner deiner Städte von ganz Israel, wo er sich aufhält, kommt…“ (18,6)

Dem Propheten Gehorsam schenken

„Einen Propheten…wird dir der E-wige…erstehen lassen, auf ihn sollt ihr hören“ 18,15)

Im Namen G“ttes Unwahrheiten verkünden

„Allein ein Prophet, der freventlich in meinem Namen ein Wort rede, das ich ihm nicht zu reden befohlen habe…“ (18,20)

„Fürchte dich nicht vor ihm“ (dem falschen Propheten) (18,22)

Im Namen fremder Götter reden

„…oder der im Namen fremder Götter redet“ (18,20)

Den Nächsten um sein Eigentum berauben

„Du sollst die Grenze deines Nächsten…nicht verrücken“ (19,14)

Befreiung vom Militärdienst

„… so trete der Priester vor und rede das Volk an“ (20,2)

„… fürchtet euch nicht und seid nicht bestürzt“ (20,3)

„Wenn jemand eben erst eine Frau genommen, so soll er nicht zu Felde ziehen, auch zu keinem anderen Dienst angehalten werden, ein Jahr soll er für sein Haus frei sein…“ (24,5)

Friedensbedingungen

„Du sollst ihr (der Stadt) zuerst den Frieden anbieten“ (20,10)

Das Verbot, Bäume zu fällen

„Wenn du eine Stadt lange Zeit belagerst … so sollst du ihre Bäume nicht verderben“ (20,19)

Die Verantwortung einer Stadt für eine Mordtat in ihrer Nachbarschaft

„Dieses Kalb sollen die Ältesten der Stadt in ein felsiges Tal führen, das weder bearbeitet noch besät werden darf, und hier, in dem Tale, sollen sie dem Kalbe das Genick brechen“ (21,4)

 

Ki Teze (21,10 – 25,19)

Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Sinne der Thora

Diese Sidra bietet eine recht vielseitige Sammlung von Gesetzen, die sich auf das gesellschaftliche Leben und das der Familie beziehen. Es sind dies in erster Linie die Rechte der Erstgeborenen, die Entschädigungen für allerlei Arten von Gewalttaten, Mißbräuchen und ungesetzlicher Bereicherung, die Bedingungen für Übertritte, die Ehescheidung, die Schwagerehe, Schadenersatz und schließlich die Erinnerung an den heimtückischen Überfall Amaleks.

Mizwot:

Frauen als Kriegsgefangene

„Und du siehst unter den Gefangenen eine Frau von schöner Gestalt und du begehrst sie…“ (21,11)

„Wenn du aber kein Wohlgefallen an ihr findest…,so darfst du sie nicht um Geld verkaufen“ (21,14)

Gesetze über das Hängen von Übeltätern

„Wenn jemand ein todwürdiges Verbrechen begangen hat und hingerichtet worden ist, sollst du ihn an ein Holz hängen“ (21,22)

„Laß aber seinen Leichnam nicht am Holze übernachten, sondern begrabe ihn denselben Tag noch“ (21,23)

Verlorenes Gut zurückerstatten

„Bringe sie deinem Bruder zurück“ (22,1)

Das Verbot, die Kleider des entgegengesetzten Geschlechts zu tragen

„Keine Frau soll Geräte eines Mannes tragen und ein Mann nicht das Gewand einer Frau anziehen“ (22,5)

 

Das Gebot, um das Dach ein Geländer zu machen

„…Mache ein Geländer um dein Dach, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus ladest, so jemand herunterfiele“ (22,8)

Die Eheschließung

„Wenn jemand eine Frau nimmt, sie ehelicht und sie haßt…“ (22,13)

„Unter den Töchtern Israels darf keine der Unzucht Geweihte sein“ (23,18)

Die Strafe für einen Ehemann, der seine jungvermählte Frau des Ehebruchs von den Nissuim zu Unrecht beschuldigt

„…auch soll sie ihm als Weib verbleiben, er darf sie nicht verstoßen all seine Tage“ (22,19)

Das unschuldige Opfer eine Vergewaltigung

„Aber dem Mädchen tue nichts, an ihr ist keine Todessünde“ (22,26)

Die Strafe für die Vergewaltigung einer Jungfrau

„So soll der Mann, der bei ihr lag, dem Vater des Mädchens fünfzig Schekel Silber geben, und sie soll sein Weib werden…, er darf sie nicht verstoßen all seine Tage“ (22,29)

Verstümmelung der Geschlechtsteile

„Es soll kein an den Hoden Zerstoßener und Verschnittener in die Gemeinde des Herrn kommen“ (23,2)

Das Verbot, mit einem Mamser eine Ehe zu schließen

„Es soll kein in Blutschande Erzeugter in die Gemeinde des Herrn kommen“ (23,3)

Beziehungen zwischen Juden, Ammonitern, Moabitern, Edomitern und Ägyptern

„Es soll kein Ammoniter und Moabiter in die Gemeinde des Herrn kommen“ (23,4)

„Du darfst nicht ihr Wohl und Bestes suchen“(23,7)

„Du sollst den Idumäer nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder; du sollst den Ägypter nicht verabscheuen, denn ein Fremdling warst du in seinem Lande“ (23,8)

Sanitäre Einrichtungen im Lager

„Einen Ort sollst du dir halten außerhalb des Lagers“ (23,13)

„Und einen Spaten sollst du dir halten bei deiner Rüstung“ (23,19)

Unerwünschte Gaben für das Heiligtum

„Du sollst nicht bringen Hurenlohn und Hundegeld in das Haus des Herrn, deines G“ttes“ (23,19)

Arbeiter und Haustiere dürfen bei der Ernte von der Erdfrucht genießen

„Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, so magst du Trauben essen nach deinem Begehr, bis du satt wirst; aber in dein Gefäß tue nichts“ (23,25)

„… aber die Sichel schwinge nicht über die Saat deines Nächsten“ (23,26)

„Verbinde dem Ochsen das Maul nicht beim Dreschen“ (25,4)

Ehescheidung

„… und schreibt ihr einen Scheidebrief und gibt ihn in ihre Hand…“

„So darf ihr erster Mann, der sie entlassen, sie nicht wiedernehmen“ (24,3-4)

Sich für eine Anleihe Sicherung verschaffen

„Man soll nicht pfänden Mühle und Mühlstein“ (24,6)

„… Du sollst nicht in sein Haus kommen, ihm ein Pfand abzupfänden“ (24,10)

„Du sollst dich nicht niederlegen mit seinem Pfande“ (24,12)

„Zurückgeben mußt du ihm das Pfand“ (24,13)

„Du sollst nicht pfänden das Kleid einer Witwe“ (24,17)

Das auf den Feldern Vergessene den Armen überlassen

„… so sollst du nicht zurückkehren, sie zu nehmen; dem Fremdling, der Waise und der Witwe soll es gehören…“ (24,19)

Neununddreißig Peitschenhiebe

„… so lasse der Richter ihn hinlegen und man schlage ihn in seiner Gegenwart…in einer (gewissen) Zahl“ (25,2)

„Bis vierzig Schläge gebe man ihm, nicht mehr…“ (25,3)

Die Witwe eines kinderlos verstorbenen Bruders heiraten oder sie von der Bindung an den Schwager befreien

„Das Weib des Verstorbenen soll nicht außerhalb, eines fremden Mannes werden, ihr Schwager soll zu ihr kommen“ (25,5)

„Seine Schwägerin soll zu ihm hintreten und seinen Schuh von seinem Fuße abziehen…“ (25,9)

Das Gedächtnis Amaleks auslöschen

„Gedenke, was dir Amalek getan….“ (25,17)

„Du sollst auslöschen das Gedächtnis Amaleks…Vergiß nicht!“ (25,19)

 

 

Ki Tawo (26,1 – 29,8)

Die Rezitation beim Darbringen der Erstlingsfrüchte

Jedes Jahr wird der jüdische Landwirt dem Herrn seines Geschickes huldigen, indem er die Erstlinge seiner Ernten in den Tempel bringt. – Die erste Handlung des Volkes nach der Ankunft im Land wird die feierliche Verpflichtung sein, die Gesetze und Lehren der Thora zu respektieren, eine Verpflichtung, die in der Form von Segnungen und Verfluchungen auf den beiden Bergen Ewal und Gerisim verkündet werden sollen. Die Sidra endigt mit einem düsteren, doch wie wahrheitsgetreuen Bild der Unglücksfälle, die das Volk treffen werden, wenn seine Untreue und seine Sündhaftigkeit es „unter die Nationen“ gebracht haben werden.

Mizwot:

Das die Zehnten betreffendes Bekenntnis

„Ich habe das Heiligtum (den Zehnten) aus meinem Hause geräumt“ (26,13)

In G“ttes Wegen wandeln

„Der Herr wird dich aufrichten für sich zu einem heiligen Volke… wenn du wandelst in seinen Wegen“ (28,9)

 

Nizawim  — Wajelech (29,9 – 31,30)

Über das Wesen der Umkehr (Teschuwa)

Die Volksversammlung (Hakhel) am Ende des Erlaßjahres

Die kollektive Verantwortung ist eine Grundlage, auf welcher Mosche entschlossen das nationale Gewissen zu bauen gedenkt. Sie soll aber nicht dem einzelnen erlauben, sich in Sicherheit zu glauben, solange die Kollektivität G“tt die Treue bewahrt, indem er, was ihn angeht, das Gesetz und die Konstitution übertritt. Kollektive Verantwortung schließt nicht individuelle Verantwortung aus. Gegenüber diesem Prinzip kennen wir ebenfalls den komplementären Begriff der Liebe G“ttes und seines schützenden Eingreifens, die sich nicht nur auf die Gesamtheit der Nation, sondern auch auf jedes seiner Mitglieder erstrecken.

Mizwot:

Die große Volksversammlung am Sukkotfest des siebenten Jahres

„Versammle das Volk, die Männer und die Weiber und die Kinder und den Fremdling…“ (31,12)

Ein Sefer Thora schreiben

„Und nun denn, schreibt euch diesen Gesang auf“ (31,19)

 

Ha`asinu (32,1 – 32,52)

Inhalt und Form des Ha`asinu-Liedes

Zu Beginn von Mosches Tätigkeit steht das „Meereslied“ Schirat hajam. Am Ende seines Lebens stimmt er das Schlußlied an, das man als „Lied am Jordan“ bezeichnen könnte. Diese beiden Lieder stellen eine ausgedehnte Vision der zukünftigen Zeiten dar, des Ganges Israels durch die Geschichte. In einem schnellen Zug ziehen die Hauptphasen von Israels Entwicklung an den Augen des Führers vorüber. Mit kräftigen Strichen zeichnet er das Bild diese stolzen, ungestümen, unbezwingbaren Volkes, das ebenso bereit zum Opfer wie zur Preisgabe ist. Alle wesentlichen Probleme des jüdischen Denkens werden erwähnt und Mosches Antwort darauf, die Lösung, die er angibt, bilden für das Volk die letzte Botschaft des „Dieners G“ttes.“

 

Wesot Habracha (33,1 – 34,12)

Die Segnungen Mosches und die Segnungen Jakobs – ein Vergleich

Letzter Tag Mosches. Vor dem großen Greis ziehen alle Stämme dieses Volkes vorüber, dem er sein Leben gewidmet hat. Noch einmal kommt die Erinnerung an den Sinai zurück, die Erinnerung an die Offenbarung, als G“tt die Thora, das Gesetz aus Feuer, in seiner Rechten- diese Thora, die seither der Erbbesitz der Gemeinde Jakows geworden ist – seinem Volk als „der König von Israel-Jeschurun“ erschienen ist. An die um ihn versammelten Stammesoberhäupter richtet Mosche Worte, in welchen, dem Beispiel Jakows folgend, die Warnungen sich mit den Segnungen vermengen und die Erklärungen des Führers sich mit denen des Propheten verbinden.

 

 

 

Literatur:

Rabbiner B. S. Jacobson: Bima Bamikra – Gedanken zur Thora  (Größe:12)

Marc Breuer: Wissen und Wahrheit – ein Kommentar zur Thora (Größe:11)

Rabbiner Abraham Chill: Die Mizwot – die Gebote der Thora (Größe:12)