2 November 2018,
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Liebe jüdische und mit Juden verbundenen Freunde nah und fern, Gerhard und ich sind aufs tiefste erschüttert und schockiert wegen der antisemitischen Attacke gestern in Pittsburgh in einer Synagoge, in der Menschen Gottesdienst feierten! Wir denken voller Anteilnahme an all die ermordeten Menschen, an die Verletzten und zu Tode Erschreckten und an all ihre Angehörigen und Freunde, die trauern müssen. Da wurde aus vielen antisemitischen Worten, Bildern und Gedanken eine schreckliche Mordtat!

Vor 80 Jahren brannten hier die Synagogen, und wir alle wissen, dass dies der Auftakt (oder eigentlich die Fortführung nach vielen Attacken zuvor) zu den millionenfachen Morden war. Nach 1945 und seitdem Jahr für Jahr, wenn wir daran erinnern, wird uns neu bewusst, wie wichtig es ist, schon allen Anfängen zu wehren. Wie schnell kann aus antisemitischer Hetze und Hass eine Gewalttat wachsen.
Ich lese, dass Hunderte Menschen dorthin gingen, um ihre Solidarität zu zeigen, Kerzen und Blumen nieder zu legen und ein anderes Amerika sichtbar zu machen. Leider können wir nicht mit dabei sein, aber in Gedanken sind wir es. Wir möchten Ihnen heute wieder versichern, dass wir, solange wir leben, alles tun wollen, jedem solcher Anfänge entgegen zu treten. Bleiben Sie behütet und herzlich gegrüßt aus Magdeburg, ganz gewiss auch namens des Vorstandes unseres

Fördervereins, Ihre Waltraut Zachhuber
Schellheimerplatz 6, 39108 Magdeburg
Vorsitzende des Fördervereins „Neue Synagoge Magdeburg“ e.V.