30 Mai 2018,
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„Die Torah erhalten und sie mit ganzem Herzen annehmen“
Joseph Isaac Schneersohn

Am Sonntag und Montag, den 20. und 21. Mai (6 und 7 Siwan 5778) feierte die Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg einen der wichtigsten Feiertage des Judentums – Schawuot.
Vor 3330 Jahren auf dem Berg Sinai geschah ein außerordentliches Ereignis, das in vielerlei Hinsicht für die Geschichte des jüdischen Volkes bezeichnend ist. Eben dort wurde dem Volk Israels von G“tt die Torah übergeben. An diesem Tag erhielten die Söhne Israels vom Allmächtigen die Torah sowie die Zehn Gebote – die Grundlage des Lebens, nicht nur der Juden, sondern der ganzen Menschheit.
So wie unsere Urahnen, hörten die Gemeindemitglieder die Gebote, durchdrangen in ihren tieferen Sinn und erlebten all das, was Juden an diesem Tag seit über drei Tausend Jahren erleben. Und in diesem Moment ist nicht das Verständnis der heiligen Sprache wichtig und der Sinn der Worte, sondern allein die Tatsache anwesend zu sein und an dem Geschehen teilzunehmen. Gerade deshalb ist die Anwesenheit an Schawuot eine Mizwa für alle Juden, es ist eine Möglichkeit sich dem großem Wunder anzuschließen, um die Torah anzunehmen.

In diesen Worten – „schenken“ und „annehmen“ liegt ein tiefer Sinn inne. G“tt schenkte den Juden die Torah, doch das annehmen, ist ein ewiger Prozess, begrenzt weder von Zeit, noch von Raum.
Am zweiten Tag des Feiertags Schawuot wurde das Gedenkgebet Jiskor gelesen, für alle Seelen der Verstorbenen Verwandten.
Wir wünschen allen Gemeindemitgliedern, „die Torah mit Freude zu erhalten und sie mit ganzem Herzen anzunehmen“.