sponsoren

Diese Aktivitäten werden von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), von
der Claims Conference, sowie von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) gefördert.


 hatikwa
Treffpunkt für Holocaust-Überlebende „Hatikwa“
der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg

Das Zentrum nahm seine Arbeit am 26. August 2014 auf. Die Treffen finden ein Mal wöchentlich, jeweils dienstags, im Gemeindehause von 10 bis 15 Uhr statt. Die Mitglieder, die unter Störungen des Bewegungsapparates leiden, werden mit einem Fahrzeug der Gemeinde zu den Treffen gebracht.

An jedem Treffen nahmen, angesichts ihres Alters und des Gesundheitszustandes, jeweils 10 bis 13 Personen teil.

Bei unseren Treffen werden in jedem Fall Geburtstage der Mitglieder gefeiert. Wir trinken Tee oder Kaffee zum Kuchen, der eigens von den Mitarbeiterinnen der Küche der Gemeinde gebacken wird. Zu Beginn jedes Treffens führen wir Gymnastikübungen unter Aufsicht eines professionellen Trainers aus, die für ältere Menschen geeignet sind. Vor jedem bevorstehenden religiösen Fest werden Unterhaltungen geführt und es wird über das Fest gesprochen, wobei sich die Mitglieder selbst auf diese Gesprächsrunden vorbereiten. Dies machen sie mit großen Interesse und Verantwortungsbewusstsein. Manchmal wird zu diesen Gesprächsrunden der Rabbiner eingeladen.

Im Laufe der gesamten Zeit seit dem Eröffnungstag des Treffpunkts am 26. August 2014 bis zum April 2015 wurden insgesamt 27 Treffen durchgeführt. Besonders gefragt sind verschiedene Spiele wie Dame, Lotto, Domino, Kreuzworträtsel und Sudoku. Mitglieder des Treffpunktes haben Freude daran Plüschtiere zu nähen oder auch das Eine oder Andere mit eigenen Händen herzustellen. Zum Schmücken der Sukka nähten sie verschiedene „Gemüse und Früchte“. Sie erstellten Bilder. Im Oktober letzten Jahres sowie im April dieses Jahres wurde ein Garten angelegt, in dem Blumen und Kräuter gepflanzt wurden. Viele Mitglieder lieben die Gartenarbeit.

Es wurden ebenfalls jüdische Tänze und Lieder innerhalb der Treffen erlernt. All das wurde mit großer Freude und Genuss getan.

Unter anderem wurde ein „Tag des Humors“ durchgeführt, an dem alle märchenhafte und lustige Geschichten aus dem eigenen Leben erzählten. Ein Treffen mit einem Psychologogen gab es ebenfalls, zusammen mit dem Vorsitzenden des Sportclubs. Wir besuchten eine Kunstausstellung des Gemeindemitgliedes Pawel Pisetzki und schauten uns gemeinsam den Film „Suchende des Glücks“ an.

Wir vervollständigten Redewendungen, lösten Rätsel für Erwachsene, spielten das Spiel „Wer wird Millionär“, strickten ohne Stricknadeln. Wir erzählten von jüdischen Gemeinden in verschiedenen Ländern.

Es fanden thematische Stunden statt: zum 200-jährigen Jubiläum M.J. Lermontiw, zum Jubiläum B. Pasternak, zum Jubiläum des französischen Malers C. Monet sowie zum Jubiläum des Komponisten G. Gladkow.