9 November 2016,
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In Magdeburg, am Denkmal der Alten Synagoge, fand ein Gedenktreffen zur Erinnerung an die Opfer der Reichspogromnacht, in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, statt. An diesem Treffen nahmen Vertreter des Stadtrates, der evangelischen sowie der katholischen Kirche, Gemeindemitglieder und Bürger der Stadt teil.

Bei diesem Treffen hielten der Superintendent der evangelischen Kirche Magdeburg, der Vorsitzende des Kuratoriums zum Bau der neuen Synagoge in Magdeburg, Herr Stefan Höhen  eine Rede, der Probst der Katholischen Kirche Herr Struck las ein Gebet zum Gedenken an die Verstorbenen vor, ebenfalls trat der Bürgermeister von Magdeburg, Herr Lütz Trümper, mit einer Rede auf. Anschließend las der Kantor unserer Synagoge Motti Bajtsman ein Gedenkgebet vor. Zum Abschluss trat der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde, Herr Wadim Laiter, auf. In seiner Ansprache erinnerte er an die Opfer des Holocaust und schnitt die Antisemitismus-Frage an, die sich nun immer mehr in Europa in den Vordergrund drängt. Mit besonders schmerzlichem Bedauern erzählte er über das Verhältnis der Landesregierung zum Bau der neuen Synagoge in Magdeburg und die Frage der Finanzierung, die bis heute noch nicht geklärt ist, weshalb sich der Zeitpunkt des Baubeginns auf ungewisse Zeit verzögert.